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Die Pflaumbaumlaube

Private Homepage von Christiane Schenke

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Blog 'Erinnerungen'

Christiane mit Jeansweste aus dem Westen
Christiane mit Jeansweste aus dem Westen

Wie ich manipulatives Schreiben lernte (15.08.2018)

Es gibt ja eine ganze Menge Arten zu schreiben: reflektierendes Schreiben, kreatives Schreiben, biografisches Schreiben, analytisches Schreiben, wissenschaftliches Schreiben und vieles mehr. Ich war als Kind eine Meisterin im manipulativen Schreiben. Und das kam so:

In unserer 6-köpfigen Familie herrschte Mangel. Nein, nicht ein Mangel an Liebe und Zuwendung, davon gab es zum Glück genug. Aber ein handfester Mangel an chicen, modischen Klamotten!

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'Aber du siehst doch so sportlich aus!' War ich aber nicht. Die Silastik-Trainingsjacke trug ich trotzdem zum Schein in der Freizeit.
'Aber du siehst doch so sportlich aus!' War ich aber nicht. Die Silastik-Trainingsjacke trug ich trotzdem zum Schein in der Freizeit.

Ich war eine sportliche Niete (30.04.2016)

Obwohl ich spindeldürr war, stellte ich im Leidensverbund mit den korpulenten Mädchen die sportliche Problemschicht der Klasse dar. Sport und ich - das war und blieb die ganze Schulzeit über ein unlösbares Problem.

„Wie kann das sein? Dabei siehst Du doch so sportlich aus!“, ich weiss gar nicht, WIE oft ich diesen Spruch in meiner Kindheit gehört habe.

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Im flachen Wasser paddeln - dabei fühlte ich mich sicher...
Im flachen Wasser paddeln - dabei fühlte ich mich sicher... Foto: Walter Schenke

Wie ich schwimmen lernte (24.02.2016)

Wer mich kennt, weiss, dass es mir das Allerliebste ist, stundenlang kilometerweise allein über Seen zu schwimmen. Aber was ihr nicht wißt, ist, wie schwer es mir gefallen ist, das Schwimmen zu lernen!

In der DDR zu meiner Kindheit gab es zwar noch nicht das Schwimmen als Schulsport, aber trotzdem so nützliche Sachen wie Schwimmlager. Das war ein mehrtägiger Schwimmkurs im heimischen Freibad. Warum man den Schwimmkurs „Lager“ nannte, kann ich nicht sagen, vielleicht weil man danach auf der Wiese lagern und sich ausruhen konnte? Schwimmen und Lagern?

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Socke stopfen mit Stopfei
Socke stopfen mit Stopfei © alho007 fotolia.de

Von Löchern und Bommeln (11.02.2016)

Früher war eine Zeit, in der man Löcher in Strümpfen gestopft hat. Das machte das Vorhandensein von Stopf-Eiern erforderlich, die man in den Strumpf steckte. Die Stopf-Eier waren sozusagen der OP-Tisch für den Strumpf, auf dem das Loch für die Operation vorbereitet wurde. Nun konnte man das Loch über dem Ei komfortabel mit einem mehr oder weniger geschickt ausgeführten Gittermuster unauffällig schließen. Wenn das nicht gut gelang, drückte es nachher im Schuh.

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Der lange Weg eines Telegramms
Der lange Weg eines Telegramms © sinuswelle fotolia.de

Telegramm im Hausbriefkasten (27.01.2016)

Früher war eine Zeit, in der die meisten Menschen kein Telefon hatten. Man kündigte seinen Besuch auf einer Postkarte an oder gar nicht. Man ging einfach hin und der Mensch war zu Hause. Denn wo hätte er sonst sein sollen?

Wenn man für Jemanden eine eilige Nachricht hatte und beide hatten kein Telefon, ging man zur Post. Dort stellte man sich an der Schlange an und wenn man dran war, sagte man der Postfrau am Schalter seine Nachricht. Die trug jedes Wort in ein Formular ein, in jedes Kästchen einen Buchstaben. Mit der Hand natürlich, nicht mit einem Computer. Dann bezahlte man für jeden einzelnen Buchstaben ging nach Hause.

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DDR-Lutscher
DDR-Lutscher © utemov fotolia.de

Von Zuckerstangen, Stundenlutschern und klebrigem Sprühregen: Meine süßen DDR-Erinnerungen... (24.01.2016)

Als Kinder hatten wir selten Süßigkeiten. Umso größer war die Freude, wenn es mal welche gab. Das ist wohl der Grund, warum ich mich noch so detailliert an sie erinnern kann.

Die DDR-Lutscher aus der sozialistischen Konsumgüterproduktion (Abteilung: Waren des täglichen Bedarfs = WTB) waren lang, platt und oben leicht spitz zulaufend, von gelber Farbe, mit rauher Oberfläche und Zitronengeschmack. 

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Schubladendenken
Schubladendenken © fottoo fotolia.de

Ideologisches Schubladen-Denken - vom Klassenbewußtsein in der DDR (19.01.2016)

Ich hatte eine DDR-Kindheit. Aber das war noch nicht alles. Ich hatte eine DDR-Kirchen-Kindheit. Es gab in der DDR einige grundlegende ideologische Schubladen. Zu wissen, in welche Schublade man gehörte, war Klassenbewußtsein.

Im Arbeiter- und Bauernstaat war es das Beste, ein Arbeiter oder Bauer zu sein. Doch wohin mit den Anderen?

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Alte Tür - was mag dahinter sein?
Alte Tür - was mag dahinter sein? © LG Photography fotolia.de

Ich öffne eine Zeitkonserve... (12.01.2016)

Manchmal betritt man Räume, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Da leben Menschen noch in einem komplett intakten Interieur einer vergangenen Zeit. Das ist mir zum Beispiel in meiner Zeit in der Hauskrankenpflege so ergangen, denn da war ich in vielen Wohnungen alter Menschen. Dort sind nicht nur persönliche Geschichten konserviert, sondern Zeitgeist.

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Mit roten Haaren im grünen Gras
Mit roten Haaren im grünen Gras

Bitte schütteln, aber BLOSS nicht in den Regen kommen: VON MEINER WILDEN HEIMFRISEUR-KARRIERE (07.01.2016)

Schon als kleines Mädchen schnitt ich den Grasbüscheln im Hof Frisuren.

Im Jugendalter ergab sich ein unerwartetes Betätigungsfeld auf den Köpfen junger Männer, die den Dienst an der Waffe mit Kurzhaarschnitt anzutreten hatten und denen sowieso alles egal war. Kurz und gut, sie ließen mich an ihre Mähnen, die eh dem Untergang geweiht waren, und ich konnte üben.

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Christiane im Alter von 7 Jahren
Christiane im Alter von 7 Jahren

Die Holländer wohnen in Amsterdam (22.03.2015)

Heute sah ich auf der Autobahnraststätte zwei Holländer. Prompt schoß mir dieser Satz ins Hirn: „Die Holländer wohnen in Amsterdam“. Dieser Satz ist legendär und folgenschwer - ein Mantra aus meiner Kindheit, genauer gesagt, ein HNO-Mantra.

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Eis essen - Therapie gegen das Eistrauma
Eis essen - Therapie gegen das Eistrauma

Das Eis-Trauma (30.01.2015)

Ich habe ein frühkindliches Eis-Trauma, gegen das ich mein Leben lang ankämpfe. Zum Beispiel hier, auf dem Foto, in der besten Eisdiele Kopenhagens „Ismageriet“, die wir letzten Sommer im Urlaub gezielt angesteuert haben, nachdem ich den appetitmachenden Blogeintrag von Meike Winnemuth gelesen hatte.

Fakt ist eins, ich LIEBE Eis. Und ich kann, ja ich MUSS große Mengen davon verdrücken. WARUM? Die Ursachen liegen in meiner Kindheit, im Eisladen von Frau Menke.

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