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Die Pflaumbaumlaube

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Erinnerungen an Martin Schmidt

Urnengrab von Martin Schmidt im Kolumbarium auf dem Gertraudenfriedhof in Halle

Was wären wir ohne den Zeichenlehrer und Zirkelleiter Martin Schmidt geworden? Er, der sich selbst nie gern in den Mittelpunkt gestellt hat, hat in 47 Jahren Zeichenzirkel vielen werdenden Künstlern in Halle und Eisleben den künstlerischen Lebensweg geebnet, darunter sind viele bekannte Künstlernamen. 1987 wurde er für seine kunstpädagogische Arbeit mit dem Kunstpreis der Stadt Halle geehrt.

Foto: Urnengrab von Martin Schmidt auf dem Gertraudenfriedhof in Halle. Der Grabstein wurde von einem seiner Schüler gestaltet. Das Motiv vereint verschiedene Portraitskizzen von Schülern zu einer Montage.


So findest Du das Grab von Martin Schmidt:
Das Urnengrab von Martin Schmidt befindet sich auf dem Gertraudenfriedhof in Halle, genauer gesagt ist es das linke, obere Urnengrab des Kolumbariums (Urnenwand), wenn Du mit Blickrichtung zum Haupteingang (Landrain) vor der Urnenwand stehst. Die Geo-Kordinaten lauten: 51,5057022, 11,9858282. Sie sind nicht ganz genau. Als grobe Orientierung sei die Skulptur "Die endlose Straße" genannt. Stell Dich mit dem Rücken vor die Figur des Todes am Anfang der Figurengruppe. Du siehst vor Dir die Rundbögen des Kolumbariums. An der linken Ecke des Kolumbariums ist es das äußere obere Urnengrab.

Wegbeschreibung zum Grab von Martin Schmidt Wegbeschreibung zum Grab von Martin Schmidt Wegbeschreibung zum Grab von Martin Schmidt Wegbeschreibung zum Grab von Martin Schmidt Wegbeschreibung zum Grab von Martin Schmidt Grab Martin Schmidt auf dem Gertraudenfriedhof in Halle

Ich bin Martin Schmidt für seine Arbeit sehr dankbar. Durch ihn habe ich es 1987 an die Kunsthochschule geschafft, obwohl ich erst mit über 20 Jahren angefangen hatte, zu zeichnen! Ich war damals Krankenschwester und habe mich nebenbei in seinem Zirkel auf die Bewerbung und die Eignungsprüfung an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design vorbereitet. Martin Schmidt hat mir die Augen geöffnet, worum es beim künsterlischen Gestalten geht und mir mit kleinen Tricks geholfen, jede Menge Hemmungen und Verkrampfungen beim Zeichnen abzubauen - mit Erfolg. Ich vergesse nie, wie stolz ich war, als er nach einigen Jahren beim Anblick einer Zeichnung zu mir sagte: "Nun wird es ja langsam Kunst!". Diese Zeichnung habe ich bis heute aufbewahrt. Er hat den Grundstein gelegt für meine heutige Tätigkeit als freiberufliche Webdesignerin.

Am 30. Juli 2009 hat Martin Schmidt seine Arbeit als Zirkelleiter im Künstlerhaus 188 in Halle aus gesundheitlichen Gründen schweren Herzens beendet. Jeder, der ihn kennt, weiss, dass er für diese Arbeit gelebt hat und kann sich vorstellen, wie schwer ihm dieser Abschied gefallen ist. Ein paar Fotos von der Abschiedsfeier in kleiner Runde im Künstlerhaus 188 - aufgenommen von Erik Hölperl. Und hier gibt es ein paar Fotos von mir.

Martin Schmidt ist am Morgen des 10. Februar 2010 im Betreuungszentrum Gerbstedt verstorben. Am Nachmittag des 9. Februar hatte ich ihn, so wie jede Woche, besucht und bis zum Abend einige Stunden mit ihm verbracht. Diesen letzten Besuch behalte ich in besonders schöner Erinnerung.

In seinen letzten Monaten hatte ich mich viel mit ihm unterhalten und einiges aus seinem Leben erfahren. Dies habe ich aufgeschrieben, um es zu bewahren.

Im April 2011 gab es ihm zu Ehren posthum eine Ausstellung im Künstlerhaus 188. Zwei seiner letzen Schüler, Sascha Linke und Falko Gerlinghoff, hatten dazu die Initiative ergriffen, um Martin Schmidt einen gebührenden Abschied aus der Zirkelarbeit zu bereiten. Eröffnet wurde sie an seinem 77. Geburtstag, am 2. April 2011. Mehr dazu hier: www.47jahre.de

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