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Mit Gott über Mauern springen – wie geht das? (05.08.2022)

Mit „Ein Kurs in Wundern“ entdecke ich so manchen Bibelvers neu – gerade die unverständlichsten. Heute steht in der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine dieser Bibelvers:

Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“
Psalm 18,30

Zu DDR-Zeiten war dieser Bibelvers eine Bedrohung für die Machthaber. Christen waren ja eh schon suspekt. Und jetzt behaupten die auch noch, dass sie über Mauern springen können – mit ihrem Gott. Am Ende ist das ein Aufruf zur Republikflucht, direkt über den antifaschistischen Schutzwall?

Aus dem üblichen menschlichen Denken heraus, wo ich mich selbst und die Mauer als physische, feste Körper sehe, ist der Bibelvers in der Tat unverständlich (außer ich bin sehr sportlich oder die Mauer ist niedrig).

Durch „Ein Kurs in Wundern“ lerne ich ein neues Verständnis. Der Kurs sagt, das Denken der Welt steht auf dem Kopf. Es wird durch das Studieren und Anwenden des Kurses ganz sanft vom Kopf auf die Füße gestellt. Ich komme zu einem neuen Erleben der Welt. Ich verlerne die physische Sicht und komme immer mehr zur geistigen, mystischen Schau. Mein Bewußtsein wird auf eine andere Ebene angehoben.

Das tue ich nicht allein. Der Heilige Geist übersetzt die Welt für mich. So beginne ich, die Welt anders zu sehen. Die Welt ist neu. Vor mir entsteht ein neuer Himmel und eine neue Erde.

Wenn ich eine Mauer sehe, ist die Mauer in meinem Geist. MEINE Mauer. Wo meine Mauer ist, kann nicht mein Gott sein. Das lerne ich mit dem Kurs, das beginnt gleich bei den ersten Lektionen.

Mit dem Studium des Kurses fällt allmählich meine Mauer (die in vielen Formen auftreten kann) von mir ab. Ich erkenne, dass sie mir nichts anhaben kann. Dass keine Mauer der Welt meinen Geist einsperren kann.

Die Mauer verliert ihre Funktion als Hindernis, als Gefängnis. Sie wird neutral und bedeutungslos.

Ich erkenne, dass die Mauer an sich nichts ist und ich selbst ihr die ganze Bedeutung gegeben habe, die sie für mich hat. Ich nehme diese Bedeutung zurück. Und ich bin in der grenzenlosen Freiheit.

Entweder gibt es Gott oder die Mauer. Mein einziger Zweck und mein einziges Ziel muss GOTT sein und nicht, über die Mauer zu gelangen. GOTT nur will ich mit all meinem Gefühl und Fokus, mit all meinem Streben und Trachten, mit all meiner Sehnsucht und Gewissheit. Sofort erfahre ich eine spürbare himmlische Unterstützung.

Mit meiner Entscheidung, die der Kurs "meine kleine Bereitwilligkeit" nennt, beginnt dieser Umkehrprozess, diese Rückholaktion.

Es kann sein, dass ich – aus dieser neuen Freiheit heraus – am Rückbau der Mauer mitwirke. Aber dann tue ich es nicht als Opfer, das seine Freiheit nur durch Kampf erlangen kann. Ich tue es als Erlöster, der schon in der Freiheit ist und schon die Erlösung vom Eingesperrt-Sein erfährt. Ich werde dann sanft, liebevoll und geduldig sein und ohne inneren Widerstand die nötigen Schritte tun. Das ist ein Riesenunterschied. Aus welchem Geist tue ich es?

Es geht also um „Mit meinem Gott…“ und erst dann kommt „...kann ich über Mauern springen“. Und es geht darum, dass auf meinem inneren Altar entweder „Mein Gott“ sein kann – oder "meine Mauer".

Mit dem Fokus auf Gott bin ich in einem anderen Bewußtseinszustand. Von dort aus sieht alles anders aus. Mit meinem Gott kann ich alles transformieren, wenn ich ihn an die erste Stelle setze.


Christiane Schenke 2021

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