zum Inhalt

Du bist hier: Spiritualität > Blog 'Reflexionen im Auto… > Was ist „Ein Kurs in Wund…

Blog 'Reflexionen im Auto zu Spiritualität'

« zur Übersicht

Was ist „Ein Kurs in Wundern?' (27.07.2022)

„Ein Kurs in Wundern“ ist eine Geistesschulung, die als Selbststudium ausgelegt ist; mit dem Ziel, dich in die Erfahrung zu führen – in die Gotteserfahrung. Dies ist eine universelle Erfahrung, nichts  Religiöses. Es geht um eine tiefe Bewußtseinserfahrung von Frieden und Liebe, die jeder in sich trägt und freilegen kann.

Der Kurs ist metaphysisch, denn er führt dich über deine menschliche Erfahrung hinaus; er transzendiert deine Wahrnehmung von dir selbst, deinen Mitmenschen und der Welt.

Er ist ein Buch – aber kein Buch, das man liest, um es dann wieder wegzustellen, sondern ein Buch, das dich ein Leben lang begleiten wird, wenn dies dein Weg ist.

Die Ausgabe des Greuthof-Verlages von "Ein Kurs in Wundern"  beginnt mit dem Textbuch, das ist der theoretische Teil. Ganz vorn stehen die 50 Grundsätze für Wunder; das wird wohl manchen, der ihn vorn aufschlägt, glatt abschrecken, weil das erst mal völlig unverständlich klingt.

Der mittlere Teil ist das Übungsbuch mit 365 Lektionen.

Ganz hinten gibt es das Handbuch für Lehrer, was  als der einfachste Teil gilt und deshalb vielleicht gut für den Einstieg geeignet ist.

"Ein Kurs in Wundern" ist ein transformatives Buch. Es macht was mit mir. Danach hatte ich immer gesucht! Doch der Sinn dringt nicht immer zu mir durch. Wenn er durchdringt, ist es eine befreiende Botschaft.

Du kannst an einem Tag einen Text lesen, und er klingt unverständlich, der Sinn verbirgt sich vor dir. Und an einem anderen Tag liest du denselben Text und er geht ganz tief rein und du sagst „Wow! Da ist die ganze Welt drin, das ganze Universum!“. Plötzlich ist der Boden bereitet und der Same fällt auf fruchtbaren Boden. Das kannte ich auch schon aus der Bibel.  Und so ging mir das mit dem Kurs anfangs. Wenn ich ihn einfach so lesen wollte, entzog sich mir der Sinn und an einem anderen Tag hab ich mich förmlich in einer Textstelle aufgelöst. Das kleine Ich löst sich auf in Gott, das kann man wörtlich nehmen.

In jedem Absatz des Kurses steht eigentlich alles drin. Dennoch benötigen wir offenbar so ein dickes Buch dazu. Der Kurs vermittelt nur eine einzige Botschaft und das in verschiedensten Wiederholungen, damit es zu uns durchdringt.

Das ist die Botschaft (in meinen Worten ausgedrückt):
Du bist Liebe, eins in Gott. Dir kann nichts passieren. Du bist so geliebt und liebend. Alles ist FÜR dich. Du bist hier, um glücklich zu sein und dich mit deinen Mitmenschen zu verbinden. Freude und Glück von Gott sind dein Geburtsrecht. Alles, was du auf der Welt siehst, sind nur Erscheinungen, es scheint nur so zu sein. Du BIST in Gott, auch wenn du hier auf dieser Weltenbühne zu agieren scheinst. Und es geht NICHT um dein Agieren auf der Weltenbühne, sondern NUR um dein Bewußtsein, dass du in Gott bist (was sich natürlich dann auch auf dein Agieren in der Welt auswirkt).

Der Kurs lehrt dich (in meinen Worten ausgedrückt):
Dein Denken macht deine Erfahrung. Wenn du nicht glücklich bist, ist dein Denken die Ursache. Es gibt eine andere Art, zu denken, und der Kurs zeigt dir, wie du sie lernen kannst. 

Unser Denken steht auf dem Kopf
Das hatte ich vorher nirgendwo gelesen: Dass unser Denken auf dem Kopf steht!
Nun mache ich den Kurs das fünfte Jahr und inzwischen sehe ich immer deutlicher, dass es wirklich so ist. Ich sehe immer mehr Beweise, dass unser Denken uns unglücklich macht – ich kann es immer öfter beobachten. Unser gewohnheitsmäßiges Denken ist uns ja so vertraut, wir haben es ja von klein auf so eingeübt. Deshalb brauchen wir ja dieses dicke Buch. Du kannst in EINEM Moment eine neue Erfahrung machen, aber das alte Denken ist immer noch da. Du entscheidest dich immer wieder, weniger Zeit damit zu verbringen. Du übst immer mehr, ihm den Wert zu entziehen und immer mehr das glücklich machende Denken mit Gott, mit dem Heiligen Geist, zu erfahren.

Ja, das ist die wichtigste Erkenntnis, dass du deinen Gedanken selbst den Wert gibst und ihnen Glauben schenkst. Du bist aber nicht dein Verstand, nicht der Denker, nicht die getrennte Persönlichkeit. Du bist DAS EINE höhere Selbst, das WIR ALLE sind!

Die zwei Denksysteme – mit dem Ego oder mit dem Heiligen Geist
Unsere Wahrnehmung auf dieser Welt (in der etablierten Standardeinstellung) speist sich eben nicht aus diesem höheren Selbst, sondern aus dem menschlichen Denken. Der Kurs nennt das das Ego-Denksystem, das nennt auch Eckhart Tolle so.

In der Psychologie wird das Ego oft anders verwendet, dort geht es um ein gesundes Ego, um eine gesunde Abgrenzung. Das ist aber Teil des Denkens der Welt.

Laut Kurs denke ich nur auf zwei Arten: Entweder mit dem etablierten menschlichen Denken, dem Ego, oder mit dem Denksystem des Heiligen Geistes.

Die Wahrnehmungsberichtigung
Das etablierte menschliche Denken ist das hier gewohnheitsmäßig übliche Denken, wo aber dann viele Fragen offen bleiben, viele Barrieren auftreten, wo man nicht mehr weiterkommt mit dem Denken.

Das sind dann oft die Situationen, wo die Menschen fragen: "Warum läßt Gott das zu?". Und dann kommt der Gott, den wir uns gedacht haben, noch ins Spiel.

Der Kurs lehrt dich, dass Gott die Erfahrung der Verbundenheit im jetzigen Moment ist. Das ewige Sein, das ALL-EINS-SEIN, die Einhelt hinter den Gegensätzen, der ewige Frieden, die alles umfassende, heilende Präsenz der Liebe. Das, was VOR allem anderen kommt. Und wenn du das spüren kannst, wird sich deine Wahrnehmung verändern. Du wirst still, friedlich, liebend und liebevoll auf die jeweilige Situation schauen. Das kannst du mit dem menschlichen Denken in vielen Situationen gar nicht erfahren.

Der Vorgang ist die Vergebung. Ich bin in Gott heil und ganz, immer, trotz der Situation. NUR DAS immer und immer wieder fühlen ZU WOLLEN, darum geht es! Das ist das Wunder (die Wahrnehmungsberichtigung).

Denken ist Lernen und Lehren
Der Kurs lehrt mich, dass ich immer lerne.  Ich lerne entweder das EINE Denksystem oder das ANDERE. Dass, was ich denke, ist ein Lernprozess. Ich lehre mich meine Gedanken und werde dadurch die Wirkungen meiner Gedanken erfahren.

Hier ein simples Beispiel dafür, dass ich immer lerne: Mir hat mal ein Freund gesagt, als ich versucht hatte, Tippen mit 10 Fingern zu lernen, (er hatte es vor mir gelernt), dass – sobald man das Zehnfingersystem wieder verlässt und mal einen Tag auf die alte Weise tippt (warum auch immer, vielleicht aus Bequemlichkeit), dann wird sofort das alte Muster wieder trainiert und gestärkt und das neue Muster wird schwächer. Das ist genau das, was der Kurs meint, dass ich IMMER lehre und lerne. Weil ich das mit jedem Gedanken tue. Ich kann gar nicht anders als zu lernen.

Der Kurs lehrt mich auch: Kein Gedanke macht nichts. Ein Gedanke wirkt sich immer aus, für mich und die ganze Welt. Denn ich lehre, wie ich lerne.

Der Verlernprozess ist nicht immer leicht, aber ganz sanft
Ich übe, den Anker in die göttliche Liebe zu setzen – das einzige, was es gibt – und alles andere vergehen zu lassen; durchlässig zu werden für das, was mich den ganzen Tag absorbiert. Weil der Kurs nämlich an keiner Stelle kämpft.  Es heisst immer: Es wird vergehen, es wird weggeleuchtet, es wird sich im Licht auflösen. Das ist ein ganz sanfter Prozess, dass Dinge von uns abfallen, wenn  wir unser Denken ändern. Es wird nichts bekämpft.

Die Liebe Gottes ist ein Gefühl, ein Gewahrsein, das muss ich trainieren wie einen Muskel. Und wenn ich dann spüren kann, wie wunderbar sich das anfühlt, dann werde ich das immer mehr lernen, weil ich das dann immer öfter erfahren werde. Und je öfter ich es erfahre, desto leichter geht es.

Es geht im Kurs nicht ums  Kämpfen, es geht um Öffnung und Durchlässigkeit
Es geht darum, ganz weich zu werden, offen und biegsam, sanftmütig und ohne Abwehrhaltung. Durch die Erscheinungen der Welt zu fließen bzw. die Erscheinungen der Welt durch mich fließen zu lassen. Sobald ich mich verspanne und verhärte und mich dann konzentrieren will auf das, was ich lernen will, schaue ich eben auf das, was mich daran hindert und bin sofort schon wieder weg von dem gewünschten Gewahrsein der Liebe. Deshalb heisst es immer: Mach dir  klar, dass du nichts weißt. Das betrifft auch mein Wissen, wie es gehen soll, die Liebe hinter allem zu sehen. So kann das, was ich gelernt habe sowie der Werkzeugkasten, mit dem ich es anwenden kann, mich schon wieder daran hindern, ganz weich zu werden.

Es ist ein Einüben von Sensibilität FÜR dieses GEWAHRSEIN. Und ein Einüben von WOLLEN (nur für DAS EINE)  und ACHTSAMKEIT ((nur für DAS EINE)). Denn es ist eigentlich immer da (wenn mich mein Denken nicht daran hindert, es zu bemerken).

Und was ist DAS EINE? DER HIMMEL auf Erden, den wir alle geistig miteinander teilen, der wir IM TIEFSTEN INNERN, IM HÖCHSTEN SELBST, alle miteinander  sind.

Diese Erfahrung, um die es hier geht, ist pures Glück und nicht vom Außen abhängig
Jede Lektion, jeder Satz im Textbuch dient nur einem einzigen Zweck: Uns in ein und dieselbe Erfahrung zu bringen. Wenn wir diese Erfahrung dauerhaft hätten, bräuchten wir den Kurs nicht. Diese Erfahrung nennt der Kurs „Die Schau Christi“. Diese Erfahrung ist mit weltlichen Mitteln nicht zu erlangen. Sie kann da wohl spontan auftreten, aber sie wird nicht dauerhaft sein. Diese Erfahrung ist komplett von dem, was du gerade erlebst, abgekoppelt und unabhängig. Genau das ist der Grund, warum du sie mit dem üblichen menschlichen Denken nicht erlangen kannst, weil du dort dein Empfinden vom Außen abhängig machst.

Der Kurs beschreibt in poetischen Worten, wie unfaßbar glücklich wir sein können, wenn wir Gottes Wahrheit in uns einlassen:

Kannst du dir vorstellen, was ein Geisteszustand ohne Illusionen ist? Wie er sich anfühlen würde?
Versuche dich an eine Zeit zu erinnern - vielleicht war es nur eine Minute oder weniger -, als nichts kam, um deinen Frieden zu stören, als du gewiss warst, geliebt zu werden und in Sicherheit zu sein. Versuche daraufhin, dir vorzustellen, wie es wäre, wenn dieser Augenblick sich bis zum Ende der Zeit und in die Ewigkeit ausdehnte. Lass darauf das Gefühl der Ruhe, das du spürtest, hundertmal vervielfacht werden und dann nochmals weitere hundertmal.
Jetzt hast du eine kleine Ahnung - nicht mehr als nur die schwächste Andeutung - des Zustands, in dem dein Geist ruhen wird, wenn die Wahrheit gekommen ist.
Ü-I.107-1:1-5,3:1
Die ganze Lektion 107 lesen

In diese Richtung bewegt sich die Erfahrung, und zwar im Umfang meines eigenen Wollens, mich auf Gott zu verlassen, meine eigenen Urteile, mein Wissen und meine Vor-Stellungen (was ich vor Gott stelle) sowie meine Planungen (den persönlichen Eigenwillen) beiseite zu legen. Das ist scheinbar schwer, weil wir alles bisher Gelernte loslassen müssen – und weil wir komplett umdenken müssen im Sinne dessen, dass wir unser eigenes Denken nicht mehr anwenden wollen. Mein eigenes Denken ist ja lange, lange Zeit durch ständige Wiederholungen antrainiert.

Der Kurs wäre nicht nötig, wenn ich SOFORT in die Erfahrung wechseln könnte. Das passiert bei manchen Menschen; es ist nicht ausgeschlossen, dass man sofort in dieser Erfahrung ist – aber dann ist diese Erfahrung wieder weg. Der Kurs lehrt uns, was uns an dieser Erfahrung hindert.  Er lehrt uns, dass wir selbst der Engpass sind, und lehrt uns, was wir tun und lassen müssen, um dauerhaft in der Erfahrung göttlicher Liebe zu sein.

  • Es gibt nur EINS zu wollen: Das Reich Gottes.
  • Es gibt nur EINS zu tun: Vergeben.
  • Es gibt nur EINS zu erkennen und mit Hilfe des Heiligen Geistes auflösen zu lassen: Die Hindernisse vor dem Gewahrsein der göttlichen Liebe.
  • Wie das geht, lernst du mit dem Kurs in Wundern in 365 Lektionen ... und gern dein weiteres Leben lang; wenn dies dein Weg ist.

"Ein Kurs in Wundern" ist mein Weg und ich bin voller Dankbarkeit dafür. Ich kenne keinen besseren. Und irgendwann wird auch dieser (scheinbare) Weg überflüssig werden, weil wir erkennen, dass wir zu Hause sind und es die ganze Zeit waren.


Hinweis: Die auf meiner privaten Homepage veröffentlichten Gedanken zu „Ein Kurs in Wundern®“ stellen meine persönliche Meinung und mein persönliches Verständnis dar und nicht die der Inhaber der Rechte für „Ein Kurs in Wundern®“. „Ein Kurs in Wundern ®“ erscheint im Greuthof Verlag und ist markenrechtlich geschützt von der Foundation For Inner Peace, USA.


Christiane Schenke 2021

Eine Kommentarfunktion gibt es hier nicht, aber schreib mir gerne eine E-Mail, wenn Du Dich zu diesem Thema mit mir austauschen möchtest.

« zur Übersicht