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Die Pflaumbaumlaube

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Blog 'Hier und jetzt und mit allen: Spiritualität'

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War gerade im Kino im Film 'Der Junge muss an die frische Luft'...

(veröffentlicht am 23.02.2019)

Ein toller, sehenswerter Film von Charlotte Link nach der Autobiografie von Hape Kerkeling. Ich hatte vorher schon gehört, dass der Film sehr berührend sei und dass alle Emotionen geweckt werden. Das kann ich nur bestätigen.

Am meisten berührt hat mich der Schlußmonolog. Der Film (und wohl auch das Buch, welches ich noch nicht gelesen habe),  schließt mit den folgenden Sätzen:

"Und gleichzeitig bin ich auch Tante Lore und die Richtung, in die sie mich im Kinderwagen auf dem Feldweg schiebt. Ich bin die gescheckte Kuh auf der Weide, das gelbe Korn auf dem Feld und der rote Mohn am Wegesrand. Ich bin der schmale Trampelpfad und dessen Ende. Ich bin der wolkenlose Himmel. Ich bin wach."

Dieser Spiegel-Artikel zitiert diese Sätze und schließt daran an: "Wie seltsam. Wie tröstlich."

Warum berühren mich diese Sätze so?

Sie zeigen mir, dass Hape Kerkeling sich selbst nicht in der Hauptsache als den berühmten Star sieht, der die anderen zum Lachen bringt, sondern als zutiefst spirituelles Wesen.

Solche Sätze wirken aus dem normalen Alltagsdenken unverständlich. Es ist eine spirituelle Einsicht; die Erfahrung, eins mit allem und jedem zu sein. "Ich bin wach" bedeutet für mich, erwacht zu sein zu einer geeinten Identität.

Dahin führt mich mein Streben auch.

In og. Spiegel-Artikel wird durch diese Sätze "die Verbindung zur Welt als Resilienzressource" hervorgehoben. Wie wahr. Ich kann die Welt so oder so sehen. Als Quelle eines lebenslangen Traumas oder als Resilienzressource (siehe Spiegel-Artikel). Aber immer ist es dieselbe Welt. Es ist nur meine Sicht auf die Welt und die aller Erfahrung zugrundeliegende Frage "Wer bin ich". Ein isoliertes, abgetrenntes Teil, bedroht von Krankheit, Leid und Tod, so wie alles in der Welt der Formen? Oder der Spirit, der eine reine Geist, der in allem und allen ist und mich mit allem verbindet, unverletzlich und heil? Die Resilienzressource ist also nicht die Welt, sondern das, was ich zu sein glaube in dieser Welt.

Und hier noch mal diese Sätze:

"Und gleichzeitig bin ich auch Tante Lore und die Richtung, in die sie mich im Kinderwagen auf dem Feldweg schiebt. Ich bin die gescheckte Kuh auf der Weide, das gelbe Korn auf dem Feld und der rote Mohn am Wegesrand. Ich bin der schmale Trampelpfad und dessen Ende. Ich bin der wolkenlose Himmel. Ich bin wach."

Wunderbar! Mögen wir alle immer öfter wach sein, uns zutiefst verbunden mit allem und allen fühlen und Liebe und Frieden, Glück und Lachen in diese Welt bringen! Egal, was passiert!


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