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Die Pflaumbaumlaube

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Entdeckungen

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Lissabon im August 2015

Lissabon 2015

Schon das dritte Mal waren wir in Lissabon und jedes Mal lieben wir diese Stadt mehr. Sie ist exotisch genug, um immer wieder Neues und Fremdes zu entdecken und sich dabei sicher und entspannt zu fühlen. Die Stadt bietet viel Atmosphäre, romantische Viertel, gemütliche Lokale und kleine Cafes, Spaziergänge durch Gärten und Parks, frische Luft und eine sanfte Brise, viel Sonne und das glitzernde Wasser des Tejo-Flusses - und der Atlantik ist auch erreichbar. Es gibt enge, verwinkelte Gassen und ebenso große, freie Plätze mit weitem Blick.

Höflichkeit

Das Temperament der Menschen ist sehr höflich, entspannt und geduldig. Allenthalben hört man unter den Einheimischen das „Obrigada“ und „Obrigadu“. Damit bedankt sich der Kunde beim Verlassen eines Ladens ebenso wie der Händler. Leider reichen bisher meine Sprachkenntnisse nicht viel weiter, aber ich konnte wenigstens mit einstimmen.

Hören

Die Geräuschkulisse ist typisch: quietschende Straßenbahnen und Aufzüge, der melancholische Fadogesang, lautes Stimmengewirr, nachts Menschen, die das Leben feiern. Da nehmen sich Einheimische und Touristen nichts. Neu hinzugekommen (seit 2014) ist das Knattern der Tuk-Tuks, mit denen sich Touristen von jungen Leuten umherfahren und sich die Sehenswürdigkeiten zeigen lassen.

Schauen

Das wunderschöne Straßenpflaster ist eine Attraktion für sich. Es glänzt richtig, wie poliert. Selbst wenn man nur mit gesenktem Blick durch Lissabon laufen würde, wäre die Stadt schon ein Erlebnis. Viele Motive gibt es unter den Füßen zu bewundern, sogar einen Elefanten haben wir entdeckt. Achtung, das Pflaster ist glatt; trotz aller Vorsicht und bequemer Gesundheitssandalen an den Füßen nutzte ich einmal die Gelegenheit, mir das Pflaster aus allernächster Nähe anzusehen. (Es ist mir aber weiter nichts passiert...)

Leben

Wir wohnten in der Alfama, was uns die Gelegenheit gab, unsere Wäsche und Handtücher ebenso wie die Einheimischen auf die Wäscheleine an der Hauswand zu hängen, die man an quetschenden Rollen bewegen kann. Die Wohnung von Pedro war ausreichend groß und komfortabel genug für uns vier. Sie ließ nichts zu wünschen übrig. Nachts lag man im Bett förmlich auf der Strasse, konnte akustisch am regen Nachtleben teilhaben oder morgens halb 3 dem singenden Müllfahrer zuhören. Während das eine Zimmer im ersten Stock lag und den Blick von oben auf die Straße freigab, befand sich unter der Decke des zweiten Zimmer ein kleines Fenster, durch das man nur noch die Füße der Vorübergehenden sehen konnte. Wie viele Häuser in der Alfama ist das Haus in den Berg gebaut. Manche Häuser und Straßenzüge sehen aus wie organisch gewachsen. Dazu trägt auch die Patina an den Fassaden bei.

Erleben

Christiane am Atlantik Diesmal fuhren wir mit Fähre und Bus an den Atlantik bei Costa da Caparica (das beliebte Cascais war uns zu überlaufen) und mischten uns dort in das Meer der Lisboeter. Touristen sahen wir dort weniger. In den Wellen des Atlantik konnte man nicht schwimmen, aber lustig herumspringen und die Surfer bewundern. Ehe ich mich's versah, haute mir eine Welle die Beine weg und ich nahm unter Wasser eine Nasendusche mit echtem Meersalz.

Touristen sahen wir in Sintra, einem kleinen Ort, den man mit dem Zug erreichen kann, umso mehr. Während sich in Lissabon die vielen Touristen ins Stadtbild mischen, haben wir hier mehr Touristen durch Straßen und den Wald pilgern sehen als Menschen, die hier wohnen.

Laufen und Genießen

Das Schönste in Lissabon ist, sich treiben zu lassen und von Gasse zu Gasse zu laufen. In einem kleinen Lokal zu essen und es am nächsten Tag schon nicht mehr zu finden in dem Gassengewirr. Einfach nur zu laufen und zu schauen, ein Stadtwanderer zu sein. Sich in einem Straßencafe zu den Einheimischen an den Tresen zu stellen, einen Espresso bestellen (der heisst hier Cafe), ein süßes lisboetisches Elementarteilchen zu essen und sich für diesen Moment auch wie ein Lisboeter zu fühlen.

Weich ist's und es schmeichelt der Seele und dem Gaumen

Weich streift eine sanfte Brise über die sonnenverwöhnte Haut, weich ist der Klang der portugiesischen Sprache, die nur aus Vokalen und Zischlauten zu bestehen scheint, weich ist die Konsistenz der Puddingtörtchen, weich rinnt der Portwein und der Madeira durch die Kehle und ich bin zweimal "weich gefallen" (auf's Pflaster und in den Atlantik).

Fahren

Öffentliche Verkehrsmittel sind preiswert, die Automaten an der Metro einfach zu handhaben (man muss nur die Sprache des Automaten auf englisch umschalten). Schwieriger waren die Automaten an der Fähre und am Zug. Hier waren speziell junge Leute in gelben T-Shirts im Einsatz, die den Touristen bei der Automatenbedienung halfen, weil die Automaten nur portugiesisch sprachen. Eine lustige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme...

Abreisen

Beim Verlassen der Alfama ganz früh am Morgen erlebten wir sie zum ersten Mal totenstill. Wäre da nicht das Poltern unserer vier Rollkoffer auf dem Pflaster gewesen, was sich in den engen Gassen zu einem ohrenbetäubenden Lärm verdichtete...


Blogs mit tollen Insidertipps:

www.meinlissabon.net
www.lissabon4insider.com

Vegetarisch / vegan in Lissabon (alles selbst ausprobiert)

 

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