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Der Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft (14.12.2022)

Ich erlebe mich in einer herausfordernden Situation und muss mich vor Weihnachten noch operieren lassen. Die Information, dass ich ins Krankenhaus muss, kam kurzfristig und überraschend mit einer Routineuntersuchung.

Gerade jetzt bin ich in verschiedenen Lebensbereichen gut gefordert. Da ist meine Arbeit als Selbständige. Da ist die Pflege der Eltern jeden Dienstag und Samstag. Und meine kleine Enkelin möchte ich auch einmal in der Woche nachmittags ein paar Stunden betreuen. Dieses Gleichgewicht möchte ich weiter erhalten.  Wird das jetzt schwierig werden?

Der Verstand und das Denken sieht Probleme und macht sich Sorgen. Doch das muss nicht sein!

Probleme und Sorgen müssen nicht sein? So etwas hätte ich früher nicht gewagt zu schreiben!
Wer oder was gibt mir die Autorität dazu? Wer oder was läßt mich entspannt sein und vertrauen?

Der Anker ist es, den ich gesetzt habe.

Im Gottvertrauen ruhen

Gott ist wie ein schützender Mantel, der sich um mich legt. Ist das erst jetzt so oder hat er das schon immer getan?

Er hat es schon immer getan. Wenn ich es nicht gemerkt habe, dann deshalb, weil ich mit meinen Problemen, Sorgen und Ängsten so beschäftigt war.

So paradox es klingt: Wenn ich Angst schüre und mir Sorgen mache, kann Gott mir nicht helfen. Er braucht eine klitzekleine Lücke, einen kleinen Freiraum, wo ich kurz vom Denken und meinen eigenen Vorstellungen loslasse. Ein Ort des Geschehen-Lassens. In diesem kleinen Freiraum kann wie von allein ein kleines Licht aufscheinen. Es kann ein Aufatmen geschehen, irgend etwas Tröstliches. Was es ist, werde ich bemerken, wenn ich dazu still genug bin.

Mit „Ein Kurs in Wundern“ geht es genau um diese Erfahrung. Dort lerne ich, diese kleine Lücke zu öffnen. Dann lerne ich, Stück für Stück diesen Freiraum zu vergrößern und von Moment zu Moment, immer öfter, immer länger, in diesem Freiraum zu verweilen, aus diesem heraus zu leben. Ja, und in diesem Freiraum ist kein Platz für Angst und Sorgen!

Tausendmal gehört – und jetzt hat's "zoom" gemacht

Am Ende eines Gottesdienstes spricht der Pfarrer diesen Segen:
"Der Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus."

Ja, heute verstehe ich, das ist wahr! Nicht mit dem Verstand (der hier als Vernunft bezeichnet wird), der kann das nicht verstehen. Ich erfahre es. Dieser Frieden ist der umhüllende Mantel. Aus diesem Frieden zu leben ist möglich. Es ist nicht nur möglich, sondern nötig. Denn das ist alles, wonach wir je gesucht haben.

Was kostet dieser Erfahrungswechsel?

Es kostet mich meine Bereitschaft:

  • nicht mehr meiner Angst und meinen Sorgen zu vertrauen,
  • nicht mehr meinem Eigenwillen zu vertrauen,
  • nicht mehr meinen eigenen Vorstellungen zu vertrauen, wie was sein sollte, sondern die Vergebung auf allen Situationen ruhen zu lassen (so wie es "Ein Kurs in Wundern" lehrt),
  • mich führen zu lassen.

So paradox es klingt: Wer komplett aufgibt, ist dem Himmel am nächsten. Denn es kann ihn offen machen für diesen Freiraum des Nichtwissens und ihn in eine komplett andere Erfahrung hineinkatapultieren. Das haben Menschen in Nahtoderfahrungen schon oft erlebt.
Doch so weit muss es gar nicht erst kommen.

Immer, wenn ich unruhig bin und es weh tut (irgendein Unwohlsein, Körpergefühl oder psychischer Druck), ist das ein Indiz, dass ich den falschen Anker, den Eigenwillen, gewählt habe.

Immer, wenn der Frieden mich schützend umhüllt und ich entspannt bin, ist das ein Indiz, dass ich den richtigen Anker, den Frieden Gottes, gewählt habe.

Durch "Ein Kurs in Wundern“, den ich seit 2018 täglich lese und anwende, habe ich meinen Geist für diesen Erfahrungswechsel öffnen können. Wow!

Jetzt verstehe ich, was mit dem Segen im Gottesdienst gemeint war. Allerdings habe ich diese Erfahrung beim Segen im Gottesdienst nie gemacht. Dazu brauchte ich erst „Ein Kurs in Wundern“. Ich bin so dankbar für diesen Kurs und dass er mir diesen Erfahrungswechsel ermöglicht hat!

Im Kurs wird der Wahrnehmungswechsel (das Wunder) durch die Frage eingeladen: "Wozu dient es?"
Ich gebe die Antwort nicht selbst, sondern vertraue und lasse sie mir geben. Ich erfahre, dass jede Situation nur der Ausrichtung meines Geistes und meines Herzens auf Gott, auf seinen Frieden und seine Liebe, dient. Es gibt keine schönere Weihnachtsbotschaft! Und Weihnachten werde ich aus dem Krankenhaus entlassen werden und wieder zu Hause sein.


Christiane Schenke 2021

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