Wie ich lerne, die Kontrolle aufzugeben (09.01.2026)
Blog 'Reflexionen im Auto zu Spiritualität'
Vom Umgang mit sorgenvollen Gedanken | © Venita Oberholster auf Pixabay
Autodiktat vom 25.12.2022 und 7.1.2023, transkribiert am 9.1.2025
Es ist nun schon drei Jahre her, dass ich diese Gedanken auf mehreren Autofahrten ins Handy gesprochen habe. Damals hatte ich bei einer Vorsorgeuntersuchung die Diagnose „DCIS“ bekommen, das ist Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium. Ich hatte schon eine Operation hinter mir und machte mir Gedanken über die Schwierigkeiten, die scheinbar dabei aufgetreten waren und über das, was noch kommen würde. Einige Tage später erfuhr ich, dass nachoperiert werden muss. Mit Hilfe des Kurses in Wundern beobachtete ich die Gedanken meines Egos, die sich mit unzähligen Details beschäftigten und erinnerte mich wieder daran, wie der Kurs in Wundern mich lehrt, mit dem Heiligen Geist darauf zu schauen. Mit Unterstützung des Kurses in Wundern habe ich die Behandlungen inzwischen dankbar überstanden, sogar noch eine Bestrahlung sowie eine dritte Operation ca. ein Jahr später. Er hat mich in meinem Geist bis auf den OP-Tisch begleitet und mich immer, wenn ich es brauchte, wunderbar beruhigt.
Die ganzen Details, die mich damals auf Ego-Ebene im Zusammenhang mit den OPs beschäftigt haben, resultierten aus der Methode, mit der das OP-Gebiet markiert wird, da der Befund ja winzig klein ist. Voraus gehen Biopsie und Markierung mit einen Clip. Dieser Clip war bei mir verrutscht. Am OP-Tag legen Radiologen dann – sich am Markierungsclip und den Mammografie-Aufnahmen orientierend – eine Drahtmarkierung, die das OP-Gebiet für den Operateur kennzeichnet. Nach der OP wird das Gewebe untersucht und dabei auch nachgeschaut, ob die Drahtspitzen vollständig im herausoperierten Gewebe enthalten sind. Bei mir fehlte offenbar eine Drahtspitze.
Ich konnte beobachten, wie mein Ego diese "Schwierigkeiten und Komplikationen" als Futter benutzt und sich daran abarbeitet – in dem Versuch, das Geschehen kontrollieren zu wollen. Dennoch geschieht alles, wie es geschieht und wir müssen lernen, zu akzeptieren. Dazu dienen die Situationen.
Das Diktat vom 25.12.2022:
Der Prozess von Sorgen über OP zur Erinnerung, was wirklich mein Job ist
Es geht um die Lernprozesse, die jede Lebenssituation mit sich bringen, die immer gerade dran sind.
Heute habe ich zu lernen, dass ich die vielen Details, die eine Situation so kompliziert zu machen scheinen, komplett abgebe. Dass ich die nicht kontrollieren will.
Im Kurs heißt es ja immer, gib dein Ego und deinen Körper Jesus oder dem Heiligen Geist zur Kontrolle. Du musst nur noch die Angst kontrollieren.
Du hast nur eine Aufgabe, die Angst zu kontrollieren. Weil die Angst kann ich nicht kontrollieren lassen, die habe ich ja selber gemacht. Die kommt ja von meinen eigenen Gedanken. Deswegen kann ich die nicht kontrollieren lassen.
Aber mein Körper, was mit dem ist und was mit dem wird und mein Ego im Sinne von, dass ich es möglichst nicht benutzen möchte, kann ich kontrollieren lassen.
Und diese vielen kleinen Details sind nämlich genau das, was mir jetzt zu schaffen macht.
Ist da jetzt noch eine Drahtspitze drin? Was passiert da? Ist das gefährlich? Kann ich da noch MRT mit machen? Entzündet sich das vielleicht innerlich? Warum haben sie mir das nicht erklärt?
Da muss ich dann unbedingt nochmal fragen. Müssen sie das vielleicht noch rausholen? Oder was ist mit diesen paar Stellen, die sie jetzt nicht operiert haben, die ja genauso sich verändern können?
Und diese ganzen Gedanken.
Das ist ein einziger Komplex, der unter dem Motto steht: Lass deinen Körper kontrollieren, kontrolliere du nur noch die Angst.
Das habe ich heute früh erkannt, dass es das ist, was ich lernen muss.
Weil der Jürgen (ein erfahrener Kurs-Brieffreund, dem ich per Mail um Rat gefragt hatte) mir so schöne Worte dazu geschrieben hat, was ich eigentlich alles weiß, aber woran ich halt immer wieder erinnert werden muss. Er schreibt, dass man mit dem Ego die Details selber kontrollieren will. Mit anderen Egos zusammen, sprich die ganzen Ärzte, Radiologen, denen ich ja am liebsten immer noch sagen wollte: „Passt auf, bei mir ist der Clip verrutscht. Bei mir ist es kompliziert.“. Das ist eben das, was NICHT mein Job ist.
Das ist NICHT mein Job. Mein Job ist die Heilung im Sinne, die Angst zu kontrollieren. Die Angst, dass was fehlgehen könnte. Die Angst, dass ich bedroht bin.
Und das habe ich wirklich vergessen. Die Erinnerung, die brauchte ich wieder.
Denn das habe ich schon von den ersten Tagen des Kurses an gehört, ständig. Schon bei Michael Ostarek (ein Kurslehrer, der eine Kurs-WG hat und dessen Radio-Sessions ich einige Zeit mitgehört habe). Der hat ja auch oft Schmerzen. Und er hat immer gesagt, er lässt seinen Körper kontrollieren und seine Schmerzen. Er kontrolliert nur noch die Angst.
Also gehört habe ich das schon hundertmal, aber jetzt ist die Situation für mich da, wo ich es lernen soll. Die jetzt so sonnenklar vor mir liegt, was jetzt hier zu tun ist. Und nur dazu ist die Situation da, damit ich das jetzt lerne.
Weil das ist wieder eine Blockade vor dem Frieden und eine Blockade vor der Liebe.
Und das Leben erschafft eben solche Situationen, wo ich das, was ich zu lernen habe, lernen kann oder muss.
Und wenn ich es nicht lerne, ist es Leid. Dann leide ich darunter. Weil das nicht auf der Ego-Ebene zu lösen ist. Es ist nur komplett abzugeben, aufzugeben.
Und wieder überwinde ich Sorgen wegen möglicherweise anstehender Bestrahlung Hilfe des Kurses in Wundern
Und es geht noch um die Sorge im Zusammenhang mit dem Thema Bestrahlung. Es geht um Herz und mögliche Herzschäden. Und dass ich gelesen habe, dass es die Möglichkeit gibt, die die Atmung mit einbeziehen. Mit einer bestimmten Atemtechnik während der Bestrahlung ist dann das Herz einige Zentimeter weiter weg vom Strahlungsfeld. Ob ich überhaupt eine Bestrahlung machen lassen soll. Und ob ich da nochmal mit dem Arzt sprechen soll. Weil ich doch so ein sensibles Herz habe und schon mal die Herzrhythmusstörung hatte. Und natürlich kriegst du immer die Pauschalantwort: „Das ist alles verträglich. Wir bestrahlen ja nicht das Herz.“. Die gehen ja alle auch nicht so ins Detail.
Da muss ich einfach auch hier sagen: Dann gebe ich das ab. Lass es kontrollieren. Und beschäftige mich nicht mit diesen Details. Lass es einfach so machen, wie sie sagen, dass sie es machen wollen.
Dann kommt die nächste Sorge. Wie ist das während der wochenlangen Bestrahlung? Kann ich dann dabei das normale Leben weiterführen? Höchstwahrscheinlich kriege ich einen Krankenschein für die ganze Zeit. Und trotzdem möchte ich aber, dass sie auf mich Rücksicht nehmen.
Und mich dienstags möglichst, wenn sie mich bestrahlen müssen, früh bestrahlen, damit ich ungestört zur Elternpflege fahren kann. Wird das klappen? Wird man darauf Rücksicht nehmen? Oder muss ich das komplett alles umstoßen?
Und dann weiß ich auch, schonender ist tägliche Bestrahlung – low-grade. Ansonsten eben nur dreimal die Woche, aber dann eben mit mehr Power. Was ich ja auch nicht will.
Das sind wieder tausend Details, wo ich mich drin verlieren könnte. Und hier heißt es einfach, auch die Details abgeben und nicht kontrollieren zu müssen.
Komplett das ganze Thema – und dann aber in Frieden sein. Das ist die nächste Herausforderung.
Und im Kurs steht immer, mach aus nichts eine Herausforderung. Es sind keine. Du musst keine Herausforderung draus machen.
Und da merkt man, wie schwer wir uns tun, zu vertrauen. Wie sehr wir gewöhnt sind, alles kontrollieren zu wollen. Wir können es nicht kontrollieren. Das ist doch sowieso schon klar.
Was in unserem Körper alles detailliert passiert, können wir doch eh nicht kontrollieren.
Und das ist jetzt auch wieder eine Lernaufgabe, die ich vor mir sehe. Nur als Lernaufgabe. Und beachte bitte unbedingt noch, es gibt keine Rangordnung von Schwierigkeiten!
Kannst du das akzeptieren? Kannst du das annehmen?
Es gibt keine Rangordnung von Schwierigkeiten. Bei nichts von all dem, was dir Sorgen macht.
Diktat fortgesetzt am 07.01.2023:
Aus der Führung leben.
Jeden Tag um Führung bitten.
Jeden Tag den Heiligen Geist bitten, das Ego kontrollieren zu lassen.
Und den Körper kontrollieren zu lassen.
Das möchte ich in diesem Jahr als Challenge machen.
Diese Lektion immer wieder zu sagen, mit der das Jahr geendet hat (Lektion auf der Website acim.org lesen) .
Diesen heiligen Augenblick möchte ich dir geben. Hab du die Führung. Ich will dir folgen, gewiss, dass deine Anleitung mir Frieden bringt.
Und wenn ich ein Wort brauche, das mir helfen soll, wird er es mir geben. Und wenn ich ein Gedanken brauche, wird er ihn mir auch geben.Und wenn ich einen ruhigen, stillen Geist brauche, sind das die Gaben, die ich von ihm erhalten werde. Er hat die Führung auf meine Bitte hin. Er wird mir Antwort geben, weil er für GOTT, meinen VATER, und SEINEN heiligen SOHN spricht.Ein Kurs in Wundern, Lektionen 361-365
Das soll das Zentrum meines Denkens sein. Jeden Tag.
Ideen, wie ich mit den störenden Gedanken umgehen kann
Was mache ich dann mit den störenden Gedanken?
Wie gebe ich sie dem Heiligen Geist?
Wie kann ich das schnell genug erkennen, bevor ich mich in sie verwickle?
Ich habe eben die Idee gehabt, vielleicht auch als Führung eingegeben bekommen: „Das ist ein Gedanke, der mich davon abhält, jetzt frei zu sein.“. Oder: „Das ist ein Gedanke, der mich davon abhält, jetzt glücklich zu sein.“. Oder: „Das ist ein Gedanke, der mich davon abhält, jetzt die Liebe zu spüren.“. So könnte ich es machen.
Persönliche Freiheit besteht darin, mich zu befreien von diesen Gedanken, die mir nicht gut tun. Die hier auf der Welt etwas verändern wollen. So dass eigentlich diese Gedanken sehr schnell entlarvt werden können. Alle Gedanken, die hier auf der Welt etwas verändern wollen, sind Gedanken, die vom Ego sind. Die meine Situation hier auf der Welt verändern sollen. Oder auch die Situation der anderen, weil ich die Welt zu einem besseren Ort machen will, sind vom Ego.
Passende Inspirationen kommen zu mir
Ich denke an das Buch von Anke Evertz, was ich jetzt nochmal mit großer Begeisterung gelesen habe. (Gemeint ist „Neun Tage Unendlichkeit: Was mir im Jenseits über das Bewusstsein, die körperliche Existenz und den Sinn des Lebens gezeigt wurde. Eine außergewöhnliche Nahtoderfahrung“). Schon einmal habe ich es gelesen und gar nicht mehr in Erinnerung gehabt, wie einfach sprachlos mich das macht, es zu lesen. Dort steht: Unser einziger Sinn, warum wir hier sind, ist, zu erfahren, wer wir sind. Unser Sinn hier ist nicht, die Welt besser zu machen. Oder hier etwas zu hinterlassen, was die Welt besser macht. Unser Sinn hier ist, zu erfahren, herauszufinden, zu erfühlen, wer wir sind.
Also, diese Gedanken schnell erkennen, bevor ich mich in sie verwickle.
Und dann:
Dieser Gedanke hält mich davon ab, jetzt frei zu sein, jetzt glücklich zu sein, jetzt offen zu sein.
Dieser Gedanke hält mich davon ab, im Jetzt zu sein.
Dieser Gedanke hält mich davon ab, etwas Neues zu erfahren.
Dieser Gedanke hält mich davon ab, eine bessere Zukunft zu erfahren.
Dieser Gedanke hält mich davon ab, ein neues Sehen zu lernen.
Dieser Gedanke hält mich davon ab, mein Ziel zu erreichen, zu erfahren, wer ich wirklich bin.
Nämlich reine Seele.
Und Frank Hamm (Kurslehrer, dessen Podcasts ich damals hörte) sagte vor ein paar Tagen auch: Wir müssen konsequent sein. Wir können nicht gleichzeitig denken, dass wir hier etwas verändern müssen und dass wir Seele sind.
Also sag dir:
Dieser Gedanke hält mich davon ab, meine Lernaufgaben zu erfüllen. Meine Mission zu erfüllen.
Dieser Gedanke hält mich von der Dankbarkeit ab, dass es mein Bruder ist, der mir einen Anteil von mir selber zeigt, den ich noch nicht zu mir zurückgeholt habe. Und da muss ich weiter machen.
Sorgen um Dietmar, einen kranken Onkel, den ich damals öfter besucht habe – ausweglose Situationen sind eine Schulung in Geduld
Ich denke an Dietmar und möchte jetzt herausfinden, was da geheilt werden will. Um mit ihm gemeinsam zu heilen.
Dietmar und sein Zustand, seine Krankheit, seine ausweglose Situation ist ein Aspekt von mir. Da sollte ich mal schauen, was dahinter die Botschaft ist. Ohne es zu analysieren, sondern: Heile du in meinem Geist die ausweglose Situation, wie ich bei Dietmar sehe. Das ist sicher auch MEINE ausweglose Situation.
Ich brauche sehr viel Geduld, um all das, was geschieht, auszuhalten, ohne was damit zu machen.
Ich meine, dieses Was-dagegen-machen-wollen bringt ja nur Unglück und trotzdem ist das ja ein Reflex. Dramen, Geschichten drauszumachen, es immer hin und her zu bewegen, irgendwas verbessern zu wollen.
Und jetzt ist die Lernaufgabe, es zu sehen, ohne was damit zu machen.
Auch wenn ich es noch nicht verstehe, es erst einmal zu sehen und so stehen zu lassen. Das ist besser, als sofort dem Reflex nachzugeben, etwas damit zu machen.
Aber es braucht sehr viel Geduld. Es wird sich aber dann transzendieren.
(Im Mai 2023 hatte ich im Zusammenhang mit Dietmar dann tatsächlich für einen Moment eine Transzendenz-Erfahrung, die ich in diesem Video beschreibe.)
Die Erkenntnis hatte ich ja auch schon, dass dann die normalen alltäglichen Situationen – die ja alle FÜR mich sind und wirklich ganz genau zu mir passen, sonst würden sie nicht kommen – jetzt zu etwas Heilsamen werden, nämlich transzendiert werden. Aber wenn das nicht gleich klappt, dann wenigstens die Geduld zu haben, sie auszuhalten. Und darauf zu warten, dass ich das erkennen werde, was das bedeutet. Und immer wieder darum zu bitten, anstatt was damit zu machen.
Es auszuhalten. Und darum zu bitten, dass mir gezeigt werde, warum das jetzt dran ist. Was ich da zu lernen habe.
Also, ich merke gerade, dass dieses Lernen unglaublich viel Geduld braucht und somit verstehe ich auch, dass im Kurs steht: Unendliche Geduld zeitigt sofortige Ergebnisse.
„Zeitigt sofortige Ergebnisse“ ist der Fokus, den ich immer auf dem heiligen Augenblick habe.
Ich bin gerade auf der Rückfahrt von meinen Eltern und habe mir immer wieder diesen einen Satz
gesagt: „Diesen heiligen Augenblick möchte ich dir geben.“. Und ich habe meinen ganzen Fokus auf diesen Satz gelegt, weil ich so eine innere Unruhe habe von den Fernsehfilmen, die dort liefen und mich wegspülen wollten, und habe gemerkt, dass es sehr wohltuend ist – wie eine Nadel auf einem ganz kleinen Punkt – den Fokus zu halten. Und das ist ja der Job.
Das, was da draußen passiert, damit nichts mehr zu machen. Nicht mehr eine Geschichte draus zu machen, nicht mehr auf Abwehr zu gehen, sondern es zu vergeben, heißt das ja immer.
Aber wie das genau sich anfühlt, weiß man ja erst, wenn man das trainiert.
Nimm alles mit Gleichmut
Also ich werde jetzt nochmal operiert und ich nehme das hin, ich würde mal sagen, gleichmütig.
Tja, das Wort gleichmütig trifft es ziemlich gut: mit Gleichmut.
Ich mache nichts davon abhängig, dass irgendwas danach besser ist, sondern der Termin wird stattfinden, genauso wie alles andere stets stattfindet.
Das ist es, was ich jetzt erfahren soll.
Das ist es, was ich jetzt laut meinem Seelenplan erfahren soll.
Das ist jetzt die Erfahrung, die mich auf meinem Weg weiterbringt.
So, jetzt fahre ich tanken, jetzt machen wir mal Schluss.
Lernprozesse mit Ein Kurs in Wundern im Krankenhaus
Dieser Text stellt mein persönliches Verständnis dar und nicht das der Rechteinhaber für „Ein Kurs in Wundern®“. "Ein Kurs in Wundern®" erscheint im Greuthof Verlag und ist markenrechtlich geschützt von der Foundation For Inner Peace, USA.
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