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Blog 'Reflexionen im Auto zu Spiritualität'

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Gottesgewahrsein und Alltagsbewußtsein (27.04.2021)

Heute möchte ich über das Alltagsbewußtsein und das Gottesgewahrsein sprechen, was der Unterschied ist, woran du es merkst und wie ich zu diesen Erkenntnissen gekommen bin. Die beiden Begriffe stehen nicht im Kurs; ich verwende sie hier zur Veranschaulichung.

Wie meistens war ein Leidensdruck da bezüglich meines Alltagsbewußtseins bis hin zum Streß, Druck, Getriebensein, mich am Funktionieren zu orientieren und meine Zufriedenheit festzumachen an dem, was ich geschafft habe oder auch nicht geschafft habe. Das fühlte sich überhaupt nicht gut an. Deshalb habe ich einen Ausweg gesucht. Und der kam dann von einer völlig unerwarteten Richtung, durch etwas, was mich seit meiner Kindheit umgeben hat - der christliche Glaube,  allerdings nicht so, wie ich ihn gelehrt bekommen habe, sondern wie ihn „Ein Kurs in Wundern“ lehrt.

Das Alltagsbewußtsein ist selten entspannt, weil es Dinge tut oder Dinge wichtig findet, die nicht mit Loslassen zu tun haben, sondern mit Machen. Es ist das übliche weltliche Denken in der Standardeinstellung. Doch im Denken ist die Lösung nicht. Irgendwann merkst du das. Und der Ausweg ist das Gottesgewahrsein, weil es dich auf eine andere Ebene hebt, von der aus alles anders aussieht und weil du, wenn du drin bist, etwas völlig anderes fühlen kannst, als das Außen dir suggeriert. Du kannst dich im Gottesgewahrsein völlig vom Außen lösen und in der Welt sein, aber nicht von der Welt. Du kannst dein Gefühl aus einer anderen Quelle speisen, einer Quelle, von der du weißt und fühlst, dass sie Heilung anbietet und zwar immer. Dass da Frieden und Liebe ist, und zwar immer. Und das ist so befreiend, dass es diesen Ausweg gibt! Das ist das, was man im christlichen Glauben Erlösung nennt und in anderen Religionen Erleuchtung, was eine totale Befreiung ist, was ein komplettes Loslassen ist von dem, wie ich die Dinge sehe, von dem, wie ich auf mein Leben schaue, von dem, was ich gelernt habe, was ich bin und was das alles hier ist.

Du wirst sogar viel wirksamer, weil du komplett gelassen bist im Gottesgewahrsein.  Viele Zitate aus der Bibel verstehst du plötzlich, zum Beispiel sanftmütig zu sein. Was das bedeutet und wie sich das anfühlt und was das für ein Katalysator ist und was für ein Motor für Wirksamkeit. Und dann begreifst du, dass wir selbst es sind, die verhindern, dass wir glücklich sind, dass wir Erfolg haben und vor allem, dass dieser Erfolg leicht geht.

Aus dem Gottesgewahrsein heraus geht alles leicht. Das Gottesgewahrsein kennt keinen Widerstand gegen das, was ist, denn das ist es, was du loslässt. Das Gottesgewahrsein ist totale Tiefenentspannung rund um die Uhr. Es gibt keinen Grund für Angst, es gibt keine Notwendigkeit für Angst, es gibt keinen Anlass für Angst. Du weisst, dass nichts passieren kann, was nicht passieren soll und was nicht für dich ist. Es ist immer nur die Frage, wie (oder besser ob) du es interpretierst. Sobald du interpretierst, bist du im Alltagsbewusstsein, im Denken mit deinem eigenen Ego-Denksystem, im weltlichen Denken.

Das Gottesgewahrsein geht viel tiefer und bezieht den tiefsitzenden Kern deines Bewußtseins mit ein, nämlich den tiefsitzenden Wunsch, der dir gar nicht bewußt ist. Der tiefsitzende Wunsch des Gottesgewahrseins ist der Wunsch nach  Einheit, nach All-Eins-Sein, nach Verbundenheit, nach Sein, nach in-der-Liebe-Sein, im-Frieden-Sein, während das Alltagsbewußtsein, das normale menschliche Denken in der Standardeinstellung, das Ego-Denksystem, den tiefsitzenden Wunsch nach Trennung, Individualität, Besonderheit, Machen und Funktionieren hat. Sich behaupten durch das, was man denkt, das, was man tut, das, wodurch man sich von anderen unterscheidet, was dich zu diesem Ich macht, komplettiert mit den ganzen kulturellen, anerzogenen familiären Prägungen und Lernerfahrungen über dich selbst, Erkenntnissen über dich selbst, von denen du glaubst, dass du das bist. Nach diesen Erkenntnissen handelst du, völlig automatisch, das ist ein Automatismus.

Das Gottesgewahrsein geschieht durch eine Entscheidung, die ich treffe. Viele Menschen tun das, nachdem sie im Alltagsbewußtsein vor der Wand stehen und suchen : “Es muss doch einen Ausweg geben.“ Und dann sind sie bereit, sich darauf einzulassen. Das hat viel mit Loslassen zu tun. Aber komplett die Welt loslassen, wie du sie siehst, komplett deine eigene Welt loslassen. Nicht nur hier ein bisschen loslassen und da loslassen und hier festhalten und von dem noch ein bisschen mehr haben wollen. Komplett alles loslassen und dich immer wieder beschenken lassen und dir zeigen lassen, was es ist, was es bedeutet, was du tun sollst, wohin du gehen sollst, was du sagen sollst und zu wem. Nicht selber wissen. Komplett führen lassen. Komplett zurücktreten und Ihm (Gott, Jesus, dem Heiligen Geist) die Führung überlassen.

Kann man das mischen? Ein bisschen hier von, ein bisschen da von? Nein, kann man nicht! Du bist entweder in dem einen Bewußtsein oder in dem anderen Bewußtsein. Das eine Bewußtsein schließt das andere Bewußtsein aus. Die spielen sich komplett auf einer anderen Ebene ab. Sonst würde es gar nicht funktionieren, das ist ja gerade der Clou. Du verläßt die Welt der Unterschiede, weil du auf alles als eins schaust, mit EINEM friedlichen Gewahrsein. Du verläßt die Welt des Urteils, weil du nicht mehr selber wissen willst, wie du darauf schauen sollst. Du willst es dir geben lassen. Du verläßt die Welt des Machens, weil du dich führen lassen willst und wartest, dass dir gesagt wird, was du tun sollst, wohin du gehen sollst, was du sagen sollst und zu wem. Du verläßt die Welt der Emotionen, weil dein tiefsitzender Wunsch nur noch Einheit ist und du nur noch in Gottes Emotionen geführt wirst. Nicht mehr in die oberflächlichen Emotionen des Ego-Denksystems. Du wirst tief geführt in Liebe und Frieden, in Glück, in Glückseligkeit. Du verläßt die Welt des Mangels und wirst in die Fülle geführt, weil du erkennst, dass schon immer alles da war, du hast es bloß verstellt, verhindert, verbaut, ignoriert, woanders gesucht. Und bei all dem wirst du merken, dass sich dein Leben verändert, obwohl du nicht mehr der Macher bist, und zwar endlich in eine Richtung, die gut für dich ist.

Das Gottesgewahrsein ist das Erkennen deiner Buddha-Natur oder das Manifestieren des Christus in dir oder das Erkennen der inneren Weisheit, des höheren Ich. Das ist alles das Gottesbewußtsein. Aber universell, nicht religiös, nicht abhängig von einer bestimmten Religion. Die Religionen haben lediglich dafür Bilder, Worte und Symbole gefunden.

Im Gottesgewahrsein gibt es keine Zeit, gibt es keine Vergangenheit und Zukunft, gibt es keine Reue, Schuld, Scham aus der Vergangenheit, aber auch keine Sorge und Angst vor der Zukunft. Dies gibt es alles nur in der Zeitlichkeit des Alltagsbewußtseins.

Der Kurs nennt die weltliche Standardeinstellung das Ego-Denksystem, die Falschgesinntheit im Unterschied zur Rechtgesinntheit. Die Rechtgesinntheit ist das Denken mit dem Heiligen Geist, indem Du abgibst, was du selber zu wissen glaubst, deine Urteile, und dich führen läßt und dir was anderes dafür geben läßt. Die Rechtgesinntheit führt dann in einen glücklichen Traum, während das Ego-Denksystem dich in dem schlafenden Traumzustand verweilen läßt. In diesem Traum, den du selber gemacht hast, in dem du deine eigenen Bilder siehst.

Was wichtig ist bei diesem Thema:

  • Das Gottesgewahrsein ist auf einer anderen Ebene als das Alltagsbewußtsein.
  • Es analysiert nicht.
  • Es löst keine Probleme.
  • Es hat nichts mit den Emotionen zu tun, die wir hier erleben, die ständig in ihr Gegenteil umschlagen.
  • Es hat nichts mit Sorgen zu tun, die wir uns machen.
  • Es hat nichts mit Angst zu tun, die wir hier haben.
  • Es hat nichts mit unserer irdischen Liebe zu tun, so wie wir sie kennen, die in Haß umschlagen kann, die Grade hat, es hat nichts mit Mutterliebe zu tun, mit Kinderliebe, mit besonderer Liebe zu Liebespartnern, Geschwisterliebe.
  • Es hat auch nichts damit zu tun, ein guter Mensch zu sein.

Das Gottesgewahrsein ist die Ebene, in der du ruhst, wenn dir bewußt wird, dass du Gottes Kind bist, dass du Gottes Sohn bist und dies in dir verwirklichst. Also Gottes Sohn in einer geistigen Dimension (nicht in Form eines geschlechtlichen menschlichen Wesens)

Das Gottesgewahrsein ist ein Seinszustand, den die Mystiker beschreiben.
Dieser Zustand der Fülle, aus dem heraus dir nichts mißlingt, aus dem heraus du keine Probleme hast, aus dem heraus du in unerschütterlichen Frieden und Gelassenheit in die Welt schaust. Aus dem heraus du glückselig bist, liebend bist, dich geliebt fühlst, Frieden gibst, Frieden fühlst.

Das Gottesgewahrsein ist ein Zustand, den diejenigen erleben, die in sich den Christus manifestieren, die Buddha-Natur erkennen, die sich von der Welt erlöst haben. Von der Welt ihrer Gedanken, von der Welt ihrer Sinneswahrnehmungen. Sie sind immer noch in der Welt, sie nehmen immer noch Erscheinungen der Welt wahr, aber ruhen in diesem Gewahrsein und bleiben dort. Und aus dem heraus verändert sich ihre Welt und harmonisisiert sich – ohne ihr Zutun. Und das beschreiben die Mystiker. Moderne Mystiker, Zeitgenossen, bereits verstorbene Mystiker. Das  ist das Leben aus der Gnade, das Leben aus der Führung.

Eckhart Tolle hat auf einer seiner CD-Reihen als Schlusswort gesagt, warum das hier alles existiert und wozu das alles hier dient: Um die Welt mit Gott zu versöhnen. Und der Kurs in Wundern sagt, unsere Funktion hier ist, dem Heiligen Geist zu helfen, die Welt zu erlösen

Das Gottesgewahrsein  erlebe ich als tiefen inneren Frieden und Gelassenheit. Viele Menschen beschreiben diesen Zustand und gelangen auf unterschiedlichen Wegen dort hin. Kurt Tepperwein nennt es online sein. Eckhart Tolle nennt es im Jetzt sein, in der Kraft der Gegenwart sein, gegenwärtig sein, bewußt sein, während das Ego-Denksystem das unbewußt sein ist. Eva-Maria Zurhorst nennt es "Liebe kann alles". Man kann es mit der Quelle verbunden sein nennen und vieles mehr.

Wie kommt man da hin?
Eckhart Tolle nennt drei Torwege ins Jetzt: Die Stille, das „In-den-Körper-hineinfühlen“, um ihn zu transzendieren, das Annehmen dessen, was ist.
(Quelle: CD "Torwege zum Jetzt. Die drei Techniken zu höherem Bewußtsein" von arkana AUDIO)

Weitere Wege sind die Achtsamkeit, das bewußte Atmen, das Meditieren.

Der Kurs in Wundern sagt, das brauchst du alles nicht, aber du brauchst diese Geistesschulung.  Dann sind alle Dinge Lektionen für dich.

Zuerst brauchst du  die kleine Bereitwilligkeit (Gottfried Sumser sagt, die 1%-Regel), dann erkennst  du, dass du starke Gefährten an deiner Seite hast. Jesus, den Heiligen Geist, Gott. Du bekommst Unterstützung, die über dein kleines Ich hinaus geht.  Das ist eine Übung, die mit der Zeit immer intensiver wird. Du brauchst eine gewisse geistige Disziplin und beginnen tust du meistens erst, nachdem du hier einiges vor die Wand gefahren hast und selbst nicht mehr weiter weißt. Vorher bist du in der Regel nicht bereit, deine ganze Welt aufzugeben. Dein ganzes bisheriges Denken aufzugeben. Das nennt der Kurs Vergebung. Und das ist die Bedingung, um dauerhaft  in dieses Gewahrsein zu kommen und sicher darin zu bleiben.

Mit Eckhart Tolle, seinen Vorträgen und seinen CDs hatte ich es bis zu einem gewissen Punkt geschafft, dass ich verstanden habe, worum es geht und es ab und zu gespürt habe, aber ich konnte da nicht drin bleiben. Und erst mit dem Kurs in Wundern, den ich seit 2018 mache, ist mit das gelungen und ich komme in die Erfahrung. Jetzt, im vierten Jahr, erschließt sich mir das in einer Breite und Tiefe, die am Anfang noch nicht da war. Es funktioniert! Ich schwanke immer noch zwischen beiden Bewußtseinsebenen hin und her, aber ich habe immer mehr Inspiration, Lust und Freude, in diesem Gottesgewahrsein zu verweilen.

Gottesgewahrsein ist immer frisch und neu, ohne Vorbereiten, Planen und Ansammeln. Du kannst nichts festhalten, keine Konten und Sicherheiten anlegen. Sobald du das tust, bist du draußen. Du kannst nur mit leeren Händen und einem offenen Geist still und aufmerksam voller Vertrauen lauschen und warten, achtsam und gespannt, wie die Katze vor dem Mauseloch.


Begriffsklärungen:
Was ich hier Gottesgewahrsein oder Gottbewußtsein nenne, bezeichnet "Ein Kurs in Wundern" als Denken mit dem Heiligen Geist, das Denksystem des Heiligen Geistes.
Was ich hier Alltagsbewußtsein, weltliches Denken und Denken in der Standardeinstellung nenne, bezeichnet "Ein Kurs in Wundern" als das Denken mit dem Ego, das Ego-Denksystem.


Hinweis: Die auf meiner privaten Homepage veröffentlichten Gedanken zu „Ein Kurs in Wundern®“ stellen meine persönliche Meinung und mein persönliches Verständnis dar und nicht die der Inhaber der Rechte für „Ein Kurs in Wundern®“. „Ein Kurs in Wundern ®“ erscheint im Greuthof Verlag und ist markenrechtlich geschützt von der Foundation For Inner Peace, USA.


Christiane Schenke im September 2020

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