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Blog 'Reflexionen im Auto zu Spiritualität'

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Reflexion zu meinem Weg mit 'Ein Kurs in Wundern':
Meine Erfahrungen im vierten Jahr (11.05.2021)

Was ist mein Ziel?

Heute ist die Tageslektion von "Ein Kurs in Wundern": „Niemand kann scheitern, der die Wahrheit zu erreichen sucht.“. In der Lektion werde ich von Jesus gefragt, welches Ziel ich habe. Die Frage ist gut. Ganz klar, ein Ziel brauche ich, denn sonst kann ich nicht erkennen, ob ich scheitere oder nicht. Tatsächlich ist mir eingefallen, dass ich in meinem ganzen Leben nur eine Sache immer schon gesucht habe: Einen friedlichen, zufriedenen, entspannten, Mir-Meiner-Selbst-Bewußten Geisteszustand. Mir-Meiner Selbst-Bewußt-Sein nicht im Sinne des weltlichen Selbstbewußtseins und Ego-Stolzes, sondern dass ich ohne Zweifel immer Ich-Selbst sein kann – wobei ich nie wirklich wußte, was oder wer „Ich-Selbst“ wirklich ist. Deshalb beginnt ja jede Bewußtmachung, jede spirituelle Geistesschulung mit der Frage „Wer bin ich?“.

Mein Ziel war also immer ein Gemütszustand, nichts Äußeres. Selbst wenn ich im Äußeren gedacht habe, ich bräuchte dies, ich bräuchte das, jenes müßte weg, hiervon bräuchte ich mehr… - es ist doch am Ende immer ein Gemütszustand. Es geht immer um etwas, das ich fühlen kann; um ein Gefühl, das Bestand hat, das nicht wie ein Blatt im Wind herumgeweht wird, weil mich vielleicht im Außen schon wieder was beunruhigt. Inzwischen weiß ich, dass im Außen nichts Beunruhigendes ist, sondern dass ich die Ungeheuer selber male und dann davor erschrecke.

Das Ziel ist ein Gewahrsein, ein Gemütszustand, der Frieden meiner Seele, der aber nichts von Außen braucht. „Ich-bin“ ist die, die das, was sie sucht, schon alles hat. Nur ich selbst kann verhindern, dass meine Seele in einer glücklichen, leichten Schwingung schwingt. Dass meine Seele aufsteigen kann, ohne Ketten, und Liebe, Inspiration und Leichtigkeit verspüren kann.

Das Leben kommt in Ordnung

Ich hab früher mal eine Werbung für die Freikirche im Schaukasten der Burg-Drogerie Rasch gesehen. „Hier ist Jesus. Lass mich bei dir wohnen, ich helfe dir auch beim Aufräumen.“. Das ist es, was ich jetzt erlebe. Wenn ich zurückblicke, wie das früher war, ist schon viel aufgeräumt worden in meinem Geist und in meinem Leben!

Ich höre jetzt ganz klar die Signale meines Körpers. Vor der Reha hatte ich das verlernt, weil ich im Autopilot des Funktionierens war. Jetzt spüre ich zum Beispiel meine Müdigkeit und dass sich Müdigkeit anfühlt wie verkatert sein. Ich habe jetzt eine feine Wahrnehmung für unterschiedliche Tagesformen, was mit dem Körper zu tun hat, der ich ja wohlweislich nicht bin. Mein Geisteszustand ist nicht von meinem Körperzustand abhängig; ich kann mich jederzeit gegen die Müdigkeit entscheiden. Dennoch ist es leichter, diese Widerstände nicht vergehen lassen zu müssen, weil sie gar nicht da sind, weil ich mit Harmonie und Ordnung im Alltag dem Körper das Nötige gebe, weil es in meinem Interesse ist, einen wunderbaren Geisteszustand zu haben. Wenn ich zu wenig schlafe, erzeuge ich Herausforderungen, um trotzdem noch in einem guten Geisteszustand zu sein. Das muss ja nicht sein und der Preis, mehr zu schlafen, ist ja auch nicht zu hoch. Hier werde ich noch mehr den Fokus darauf richten.

Ich merke, dass Dinge in Ordnung kommen. Es ist sehr viel, was gerade geschieht und ich sehe bei allem, dass Ordnung in meinem Leben ist. Ich kann mich an der Ordnung freuen. Ich sehe, dass noch viel zu ordnen ist, das kann ich aushalten. Man kann das wichten, aber es ist alles gleich unwichtig. Es gibt nichts in meinem Leben, was wichtiger ist als dieses Gewahrsein, dieser Geisteszustand, weil der mein einziger Job ist. Vergib und dann verstehe. Trachte zuerst nach dem Reich Gottes und dann wird dir alles andere hinzugefügt.

Der Mystiker Joel S. Goldsmith bringt in seinem Buch „Die Welt ist neu“ zum Ausdruck, dass eine spirituelle Ausrichtung Ordnung in deine Finanzen, in deine Lebensführung, in deine Beziehungen bringt. Es ist nicht so, dass man zuerst danach trachtet. Wenn man das tun würde und der Herzenswunsch wäre, dass die Dinge in Ordnung kommen, würde man gegen das spirituelle Gesetz verstoßen: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, dann wird euch alles hinzugefügt. Erst vergeben, dann verstehen. Denn dann sage ich ja zuerst: "Das soll nicht so sein, Gott, schau doch mal." Ich muss aber zuerst sagen und fühlen: "Danke, Vater, ich bin bei dir in Sicherheit." Das ist eine Art Gebet, das in Dankbarkeit anerkennt, dass du schon alles hast, dann brauchst du gar nicht um konkrete Dinge zu bitten. Die werden einfach geschehen. Du brauchst nur das Vertrauen und die Dankbarkeit und das tiefe Wissen, dass du alles hast. Der Wunsch ist ein mystischer. Das ist der Wunsch nach Gott, dieser entspannte, inspirierte, liebevolle Gemütszustand kommt von Gott. So wurden wir ausgeliefert. Dann haben wir die Standardeinstellung der Welt erlernt, in Widerstand zu sein, damit wir unsere Interessen durchsetzen, damit das Leben so läuft, wie wir das wollen. Dann gibt es immer wieder Jemanden, der uns daran hindert oder der uns stört oder der nicht richtig mitwirkt, wodurch wir uns dann schon wieder angetrieben fühlen, dagegen in Aktion zu treten.

Wie bin ich zu "Ein Kurs in Wundern" gekommen?

2018 hab ich mit dem Kurs begonnen. Ich hatte einen Leidensdruck und Jahre der Suche hinter mir. Ich stand vor einigen Wänden in meinem Leben und suchte nun auf einer völlig neuen Ebene die Hilfe und Erleichterung. Mir war klar, dass dies in der Spiritualität zu finden sein muss. Ich hab mich mit verschiedenen Religionen beschäftigt und Gottesdienstbesuche in meiner evangelischen Kirche wieder intensiviert, daneben viel gelesen - die Bibel und andere religiöse Bücher. Es war nicht 100%ig erfolgreich, so dass ich immer weiter gesucht habe. Von einem Buch habe ich mich zum nächsten gehangelt, über Zitate und Quellenangaben. Und so kam ich über Eva-Maria Zurhorst zu Eckhart Tolle und von Eckhart Tolle zu „Ein Kurs in Wundern“. Das war ein jahrelanger Prozess, weil ich immer erst mal diese Quellen ausgeschöpft habe. Am Ende erscheint mir alles ziemlich folgerichtig. Schon bei Eckhart Tolle war die Suche eigentlich zu Ende, so steht hinten auf einem seiner Bücher „Hier finden Sie alles.“ und das stimmt. Die Gründe für die Welt und die Geisteszustände beschreibt er ganz wunderbar, er beschreibt auch das Ego ganz wunderbar, und trotzdem fand ich noch nicht raus aus dem Ego, aus dem Denker, in das Jetzt.

Von Anfang an hatte ich vollstes Vertrauen in den Kurs

„Ein Kurs in Wundern“ hat mich ziemlich schnell spüren lassen, dass da Erleichterung drin liegt, schon in den ersten Lektionen, bei denen man sich klar macht, dass alles, was man sieht, nichts bedeutet und man allem die Bedeutung selbst gegeben hat. Da Eckhart Tolle vieles ähnlich gesagt hat, konnte ich dem vertrauen. Ich wäre vielleicht auch nicht so vertrauensvoll in den Kurs gegangen, wenn ich nicht sofort gespürt hätte, dass es stimmt, was dort steht. Es knüpft an all das an, was ich bei Eckhart Tolle schon verstanden hatte und es knüpft auch an die Nahtoderfahrungen an, für die ich mich immer schon interessiert habe. Das Wort Nahtoderfahrung wird im Kurs nicht erwähnt, aber die Beschreibungen der Geisteszustände, um die es im Kurs geht, ähneln stark denen der Nahtoderfahrenen. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich selbst auch schon: Ich bin als junge OP-Schwester bei einer Operation mal ohnmächtig geworden und habe mich für einen Moment auch in einem Gefühl reiner Liebe wiedergefunden. Das ist dieser Geisteszustand, der so schön ist, dass die Betroffenen nicht zurück wollen. Und dass man das hier auf dieser Welt in Ansätzen auch manchmal spürt, nur ganz kurz, und sich dann fragt, wie man das öfter erfahren kann oder gar dauerhaft. Dieser Gemütszustand, das wusste ich, ist die Stellschraube! Jetzt weiß ich, dass ich an der richtigen Stelle nach dem Richtigen gesucht habe, wenn es auch ein jahrelanger Prozess war. Der Kurs hatte dadurch von Anfang an mein Vertrauen.

Parallel habe ich weiter geforscht, um die Prinzipien hinter dem Kurs besser zu verstehen. Der Kurs sagt ja selbst, dass er nicht der einzige Weg ist, dass es weitere Wege gibt und jeder seinen finden wird. Ich habe parallel einige andere Wege und Bücher entdeckt, die dich ebenfalls in dieses Gewahrsein führen.

Ich kannte vor dem Kurs keinen Menschen, der dieses Gewahrsein im Zentrum hat, dies ausstrahlt und dies vorlebt. Ein Mensch, der frei ist, der sicher ist, voller Liebe und mit heiterer Gelassenheit durch den Tag geht. Nach einigem Nachdenken fällt mir eine alte, liebe Tante ein – eine einfache Frau, die ein ganz selbstverständliches Gottvertrauen ausgestrahlt hat. Und eine Diakonisse, die voller Lebensfreude, Turnschuhe tragend, durch die Stadt gelaufen ist.

Vielleicht kannte ich aber schon den „Heiligen Augenblick“, bevor ich über den Kurs davon erfuhr. Ich habe jahrelang regelmäßig alte Leute besucht. Da konnte ich spüren – bei all dem äußeren Verfall, den Mühen und der Einschränkungen – gemeinsam im Moment zu sein und diesen in voller Aufmerksamkeit und Dankbarkeit zu genießen, Momente voller Lebendigkeit in der Zeitlosigkeit.

Ich wußte auch schon vor dem Kurs, dass es eine Art geben muss, sich besser zu fühlen und konnte mir auch vorstellen, wie sich das anfühlt. Das ist die Erinnerung an zu Hause, an den sicheren Ort, unsere Quelle, wo wir herkommen. Die wenigen Situationen, wo ich das im Leben voll und ganz gespürt hatte, hatte ich auch nie vergessen. Es musste doch möglich sein, so was öfter zu spüren!

Ich war nie überzeugt davon, dass dies, was ich erlebe, alles an Schönem ist, was wir hier erleben können. In meinem Erleben habe ich immer einen Rest von Mangel gespürt – in der Sättigung einen Hunger, in der Lust einen Schmerz, in der Entspannung eine Anspannung, in der Zufriedenheit eine Unzufriedenheit. Das Bedürfnis nach einem erfüllteren Gemütszustand war wie eine offene Wunde und hat die Suche befeuert.

Die Kinder GOTTES haben Anspruch auf jenes vollkommene Wohlbehagen, das von vollkommenem Vertrauen kommt. Solange sie dies nicht erreichen, verschwenden sie sich und ihre wahren schöpferischen Kräfte mit nutzlosen Versuchen, durch unangemessene Mittel mehr Wohlbehagen zu erlangen. Die wirklichen Mittel aber sind schon bereitgestellt und verlangen gar keine Mühe ihrerseits.Ein Kurs in Wundern, T-2.III.5:1-3

Rückblick auf die alte Egowahrnehmung

Die alte Ego-Wahrnehmung war immer sehr widersprüchlich. Da waren auf der einen Seite Wünsche und Erkenntnisse und auf der anderen Seite die Unfähigkeit, diese umzusetzen. Das war ein ständiger Kampf mit mir selbst, auch gegen den eigenen Biorhythmus. Wenn es Zeit zum Arbeiten war, war ich müde. Wenn es Zeit zum Schlafen war, wollte ich mit der Arbeit nicht aufhören. Wenn ich gearbeitet habe, wollte ich eigenen Projekten nachgehen und mußte mich zwingen, das nicht zu tun. Und wenn ich dem dann mal nachgegeben habe und mich mit eigenen Dingen beschäftigt habe, kamen dann Zweifel, ob das gut war, womit ich meine Zeit verbracht habe. Ich war uferlos versunken in etwas (was mancher Hochsensible sicher kennt) und wußte trotzdem, dass ich damit dem Gesamten nicht gerecht werden würde. Dies hat wiederum Druck erzeugt. Das war ein Leiden an sich selbst.

Der Wunsch nach einen Zustand ohne jeden Widerstand, in dem man vollständig und zweifelsfrei NUR das will, was gerade dran ist, der hat mich angetrieben. Es war die Erinnerung, dass es so etwas geben MUSS.

Rückblickend war dieses Angetriebensein sogar gut, weil es mich immer weiter geführt hat bei meiner Suche. Erstaunlich, wie das Ego einen antreiben kann in eine Richtung, in der man dann erkennt, dass man es aufgeben muss, weil es selbst das Problem ist. Da war auch schon das Wissen, dass ich MEHR bin als dieses unzufriedene und an sich selbst leidende kleine Ich, an der Suche beteiligt.

Suchen jedoch ist unausweichlich hier. Dafür bist du gekommen, und du wirst mit Sicherheit das tun, wofür du kamst. Aber die Welt kann dir das Ziel, nach dem du suchst, nicht vorschreiben, es sei denn, du gibst ihr die Macht dazu. Andernfalls steht es dir noch immer frei, ein Ziel zu wählen, das jenseits dieser Welt und jedes weltlichen Gedankens liegt, eines, das dir von einer Idee kommt, die du aufgegeben hast und dennoch in Erinnerung hältst, die alt ist und doch neu, das Echo einer Erbschaft, die vergessen ist und dennoch alles in sich birgt, was du wirklich willst.

Sei froh, dass du suchen musst. Sei auch froh, zu lernen, dass du nach dem Himmel suchst und das Ziel, das du wirklich willst, auch finden wirst.Ein Kurs in Wundern, Ü-131.3-4:1-2

Es gibt immer einen Rat und die Wahrnehmungskorrektur

Was völlig aus meinem Leben verschwunden ist, ist Ratlosigkeit. Ratlos ist immer das Ego. Im Kurs gibt es immer einen Rat. Wende die Tageslektion an!

Wenn ich mich ratlos fühle, bin ich in der Falschgesinntheit, in der Fehlwahrnehmung, sitze meiner Fehlschöpfung auf. Es gibt immer eine andere Sichtweise. Erst vergeben, dann verstehen. Dazu bitte ich um ein Wunder, um meine Wahrnehmung berichtigen zu lassen. Dann merke ich, dass die Rechtgesinntheit und der Frieden einfließt mit der Seinsfreude im Schlepptau! Das ganze System entspannt sich. Das Göttliche ermöglicht es, sich jederzeit voller Vertrauen in den Moment entspannen zu können.

Anspannung und Hab-Acht-Stellung war früher Normalität bei mir. Es ist so erlösend, wenn sich das lösen darf! Da war das Ego früher ratlos. Welche Autorität sollte daherkommen und mir meine Anspannung nehmen?

Wenn ich jetzt so reflektiere, wie das früher war, wie ich versucht habe, herauszufinden, wie ich ans Ziel komme... Ich habe alles beleuchtet, was gerade ein Problem ist und mich gefragt, ob, wenn das dann weg ist, es der gesuchte Zustand ist. Dieser Reflex, da immer hinzuschauen. Und das war jeden Tag neu, immer wieder anders gefärbt, in anderen Varianten. Da war auch keine Klarheit über den Zustand, nur immer mehr Details. Ich will mehr Freizeit. Ich will mehr Schlaf. Ich will weniger Arbeit. Ich will mehr Bestätigung. Und das habe ich durchgekaut in Dauerschleifen, in allen möglichen Varianten. Ich hatte keinen direkten Zugriff auf den gewünschten Zustand, sondern immer nur auf die Probleme, die mich davon abhielten. Ich war immer nur mit dem in Kontakt, was ich NICHT habe oder NICHT will. Heute weiß ich, dass ich damit meine Fehlschöpfungen für mich wahr gemacht habe.

Heute fühlt sich das ganz anders an. Obwohl ich gerade im Auto sitze und zum Pflegeeinsatz zu meinen Eltern fahre, wo ich den ganzen Tag gefordert sein werde, ist mein Luxus, jetzt hier in Freiheit zu sein in meinem Geist. Im Geist mit dem, was ich möchte, in Kontakt sein. Es zu sein und es zu haben. Ich habe das Ziel klar, auch wenn es vielleicht noch nicht rund um die Uhr ist. Die Umwege nicht mehr gehen zu müssen. Die Gedankenschleifen nicht mehr denken zu müssen. Dadurch kommt ja schon viel mehr Sicherheit und Ruhe ins System. So sagen es ja auch verschiedene Lehren: Gedanken zur Ruhe bringen, Gedanken reduzieren, Lücken zwischen den Gedanken erkennen, Denken entschleunigen, damit sich das System erholen kann. Das tut es jetzt ganz allein. Das Ziel ist klar. Das Gewahrsein kann ich direkt anrufen. Dieses Gewahrsein ist mein Zentrum und nicht mehr das, was mich davon trennt. Früher war das, was mich davon trennt, das Zentrum meines Denkens.

Das Geschenk ist, dass ich die Zeit im Auto für diesen intensiven Prozess nutzen kann, von dem ich weiß, dass er funktioniert, weil ich die Wirkung erfahre! Dass ich hier wirklich was Konstruktives mache, in was Konstruktives investiere, während früher zu meinen Gedankenschleifen noch der Frust dazu kam, dass all das Nachdenken gar nicht funktioniert hat, dass es ein Teufelskreis war.

Früher: Abwehr gegen andere Menschen

Früher war es so, bevor ich mit anderen Menschen zusammengetroffen bin, spürte ich Abwehr. Zum Beispiel meine Eltern, zu denen ich gerade fahre. Sie waren früher auch anders, nicht so klar von ihrer Ausrichtung, wie sie heute im Alter sind, sondern getrieben von allen möglichen weltlichen Eingebungen und von diffuser Unruhe, was mich dann gestresst hat. Ich habe unterschwellig Abwehr gespürt, weil ich wußte, dass sie mich NICHT in diesen Zustand bringen, nach dem ich mich immer gesehnt habe. Dass sie mich eher davon noch weiter entfernen. Das war kein schönes Gefühl. Egal, mit wem ich früher zusammengetroffen bin, immer war vorher ein unbewußtes Scannen: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich da meinem Ziel näher komme? Wenn ich gemerkt habe, das bringt mich von meinem Ziel sogar weg, denn ich bin dann noch mehr im Außen, noch mehr in Unruhe, noch mehr in Gedanken, dann war da noch mehr Abwehr. Das war ein emotionaler Teufelskreis. Das war keine Gedankenschleife wie oben geschildert, sondern ein emotionaler Teufelskreis, der mir auch die Freude an den anderen Menschen genommen hat. Ich hab früher an den Begegnungen eher gelitten als profitiert.

Heute sehe ich, dass ich auch hier einen anderen Job habe, nämlich den, all das zu vergeben und vergehen zu lassen. Ich bin selbst das Gesuchte. Geben und Empfangen ist eins. Ich kann es nur in mir manifestieren und dann in die Welt tragen.

Und mit meinen hochbetagten Eltern erfahre ich heute Liebe und das stille Glück, einfach mit ihnen zusammenzusein und ihnen helfen zu können.

Leichtere Entscheidungen mit „Ein Kurs in Wundern“

Mit „Ein Kurs in Wundern“ wirst du lockerer und dir fallen die Entscheidungen leichter, weil dir klargeworden ist, dass es egal ist, ob du a, b oder c nimmst. Dass diese Unterschiede, die du hier machst, eigentlich unbedeutend sind. Weil du auch lernst und erfährst, dass du nicht weißt, was das beste für dich ist, dass es oft was ganz anderes ist, was am Ende gut für dich ist. Deshalb wirst du viel freier, leichter und entscheidungsfreudiger und gibst den Dingen und Entscheidungen auch nicht mehr so eine Bedeutung.

Ein Diener Gottes sein

Ich habe immer mehr das Gefühl, ein Diener Gottes zu sein. Die Freude an dem neuen Gewahrsein geht Hand in Hand mit der Dienerschaft (was das Ego nicht glaubt). Das Gefühl, was Bedeutsames zu tun, wird stärker. Diesen göttlichen Führungen immer mehr Raum und Ernsthaftigkeit einzuräumen; dem, was früher gar nicht greifbar war, weil man immer nur dem Greifbaren Raum einräumt, das nimmt zu.

Nicht mehr mit Problemen in Resonanz gehen

Ich will immer weniger mit Problemen bei mir und bei anderen in Resonanz gehen. Es ist nicht mein Job, mitzuhelfen, den Problemen Wirklichkeit zu verleihen, sondern dieses neue Gewahrsein zu halten - „Frequenzerhalter“ nennt das Eckhart Tolle. Ich fühle, dass es bedeutsam ist, dass ich das tue, auch wenn das keiner merkt. Für mich ist es das Gefühl, ich komme voran.

Es ist auch ein Fortschritt, dass ich merke, wo es bei mir hakt, wo ich Blockaden habe, die ich mir anschauen muss. Genau darum geht es mit dem Kurs.

Mein Weg mit "Ein Kurs in Wundern"

Das war meine Reflexion im vierten Jahr mit "Ein Kurs in Wundern". Wenn ich mir das alles hier durchlese, stelle ich dankbar fest: Ich bin ich viel weitergekommen, als ich zunächst gedacht habe. Mir ist sehr viel über mich und meine Motive klar geworden. Immer öfter bin ich in einen wunderbaren Geisteszustand und merke immer schneller, wenn ich mich gerade selbst daran hindere.

Ich gehe weiter auf meinen Weg, hin zu immer mehr Klarheit, Liebe und Geistesfrieden.

Danke für "Ein Kurs in Wundern"!


Hinweis: Die auf meiner privaten Homepage veröffentlichten Gedanken zu „Ein Kurs in Wundern®“ stellen meine persönliche Meinung und mein persönliches Verständnis dar und nicht die der Inhaber der Rechte für „Ein Kurs in Wundern®“. „Ein Kurs in Wundern ®“ erscheint im Greuthof Verlag und ist markenrechtlich geschützt von der Foundation For Inner Peace, USA.


Christiane Schenke im September 2020

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