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Blog 'Reflexionen im Auto zu Spiritualität'

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Die zwei Wahrnehmungsspuren (12.12.2021)

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Welt wahrzunehmen, die einander diametral entgegengesetzt sind. Die erste Wahrnehmungsspur ist der breite, ausgetretene Weg, ist das scheinbar „normale“ und traditionell anerkannte Alltagsbewußtsein, in dem wir uns am Außen orientieren und getriggert werden von den Dingen, die dort geschehen oder auch nicht geschehen. Hier wollen wir oft die Dinge, Menschen und Situationen anders haben und wissen genau, wie sie sein sollten, damit wir friedlich, glücklich und sorgenfrei sein könnten.

Was die wenigsten wissen, ist, dass es eine zweite Wahrnehmungsspur gibt, einen schmalen, versteckten Pfad, in den man geistig „eintunen“ kann - was einem völlig absurd vorkommt, wenn man nur die erste kennt. Genau dazu lädt dich „Ein Kurs in Wundern“ ein und befähigt dich dazu.  "Ein Kurs in Wundern" ist eine Geistesschulung, die als Selbststudium ausgelegt ist und die dir diese Dimension eröffnet. Der Kurs erklärt dir, dass es immer eine Wahlmöglichkeit gibt – immer, in jeder Situation. Und die befördert dich, wenn du das konsequent anwendest, nach und nach in ein anderes Verständnis von dem, was geschieht, von dem, was du bist und von der Grundlage, aus der sich dein Erleben speist. Damit wird eine neue Wahrnehmung hereingeführt, raus aus Konflikt und Angst, rein in Frieden und Liebe.

Ein Kurs in Wundern ist ein Kurs in Ursache.
Warum? Weil sich mein Erleben aus meinen Urteilen und meinen Gedanken speist. Sobald ich erkenne, dass ich eine Wahl habe, kann ich mich davon lösen, die Vergebung anwenden und meine Wahrnehmung wird berichtigt. Dies ist ein Wunder (in meinem Geist). Ich kann mit Hilfe des Heiligen Geistes, der mein höheres Selbst ist, durch Vergebung meine Wahrnehmung berichtigen (lassen) und Stück für Stück Urteile und Blockaden loslassen. Und nach und nach (bei mir hat es fast 4 Jahre gedauert, aber es kann bei dir auch schneller gehen) merke ich, dass ich in eine andere Wahrnehmung komme.

Aber auch schon am Anfang des Übens mit dem Kurs merkte ich schnell, wie entlastend seine Wirkung ist, und erkannte „OK, das bedeutet möglicherweise gar nichts, worüber ich mich da so aufrege oder was mir da gerade Schmerz bereitet.“.

Dann gibt es eine Zeit mit viel „Rein“ und “Raus“, in der du zwischen den beiden Wahrnehmungen wechselst. Und irgendwann kannst du völlig in dieser neuen Wahrnehmung sein und deine alte Wahrnehmung mit all der Angst, den Problemen und Sorgen erscheint dir absurd. Das ist der Zustand, den die Mystiker als Zustand der Gnade beschreiben. Das ist das Leben aus dem Christusbewußtsein, aus dem Bewußtsein von Gottes Gegenwart. Es ist eine neue Wahrnehmung, eine neue Erde, wie es auch schon in der Bibel heisst.

Viele Bibelstellen sprechen davon, mit dem Glauben die Angst dieser Welt zu überwinden. Du überwindest die Welt, indem Du sie anders wahrnimmst. Indem du dir vom Außen nicht mehr sagen läßt, wie du dich fühlen musst. Und du hast begriffen, dass es eine Wahl ist, wovon du dein Fühlen bestimmen läßt. Du hast deine Gefühle selbst gewählt, wenn auch unbewußt.

Viele psychologische Ansätze wollen dir helfen, schlechte Gefühle loszulassen und bessere Gefühle zulassen zu können. Aber der Kurs in Wundern geht viel tiefer. Er erklärt dir genau die Basis deines Denkens.

An der Oberfläche, durch positives Denken oder durch Selbsterkenntnis, analysiert man  Schwächen und Grenzen einzeln, visualisiert man jeden Wunsch einzeln.  Hat man ein Problem gelöst, kommt das nächste. Hat man einen Wunsch erfüllt, kommt der nächste. Man wird nie fertig. Es kommt immer mehr dazu.

Der Kurs erklärt: Es gibt nur ein einziges Problem. Wenn du das verstanden und gelöst hast, löst sich alles andere in Luft auf. Du brauchst nie wieder verschiedene Probleme einzeln zu analysieren. Dein einziges Problem war, dass du deiner Wahrnehmung vertraut hast und dich nicht Gott anvertraust, indem du zurücktrittst und ihm die Führung überläßt. Indem du ganz einfach aus tiefstem Herzen zugibst, dass du nicht weißt, wie du auf die Welt und dein Problem schauen sollst, und es nicht selbst beurteilen willst. Du kannst alles abgeben und ganz entspannt deinem Leben zuschauen, wie es sich ereignet und entfaltet. Du wirst weiterhin immer irgendetwas tun, aber deine Aktionen sind keine Re-Aktionen mehr. Deine Aktionen sind (wenn sie geführt sind) immer „nur“ Widerspiegelungen der göttlichen Wahrheit und geschehen aus einem friedlichen Geist, der ohne Konflikt ist.

In der Bibel steht auch sehr viel davon. Früher klangen solche Bibelsprüche für mich abstrakt, aber jetzt lese ich sie mit großer Freude, weil ich erkenne: Oh, da steht es ja auch, da stand es ja schon immer! Ich konnte nur bisher nichts damit anfangen. Und ich vermute, die meisten Menschen können nichts damit anfangen, weil man auf der ersten Wahrnehmungspur die reine göttliche Wahrheit nicht greifen kann, also sie ergreift einen nicht, wenn man zum Beispiel hört: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Da kann man eher was damit anfangen: „Ich will ein volles Bankkonto, ein sicheres Heim und einen liebevollen Partner.“ So was treibt einen dann an und das andere erscheint einem abstrakt und nicht greifbar, nicht zugänglich. Auf der zweiten Wahrnehmungsebene wird die göttliche Wahrheit plötzlich lebendig, wird zu etwas Wunderschönem, Erfüllenden, Inspirierenden und man begreift, dass es das Einzige war, was man immer gesucht hat. Dort ist es und nicht in diesem dualen Klein-Klein, was kommt und geht, was mal eine Weile schön ist und sich dann verändert, was altert und verfällt, was immerzu aufrecht erhalten werden muss, was Disziplin erfordert und anstrengend ist.

Disziplin erfordert der spirituelle Weg auch, zumindest so lange, bis du diese ersten Erfahrungen hast. Dann verstärkt es sich enorm! Nur der Anfang ist schwer!

Diesen Weg zu suchen sind nur die Menschen bereit, die erkannt haben, dass es einen anderen Weg geben muss. Der muss komplett anders sein als der breite ausgetretene Weg. Ich muss das etablierte Denksystem der Welt völlig hinter mir lassen. Alle anderen Menschen, die diesen Leidensdruck nicht haben, würden sagen, warum soll ich das überhaupt tun? Es ist doch auch so schön (genug) und so schlimm ist es dann auch wieder nicht, dass ich dafür so einen spirituellen Weg brauche.

Für alle Sucher: Es lohnt sich! Wenn du die Früchte davon fühlst, und die ersten fühlst du recht bald, verstärkt sich das und den durchschlagenden Erfolg wirst du dann auch fühlen, wenn du konsequent dran bleibst. Menschen, die immer in diesem Gewahrsein sind, strahlen und sind voller Licht.

Und wenn man doch mal wieder rausfällt, fühlt es sich sofort wieder hakelig an. Daran merkst du es unmittelbar, denn dein Körper als Biofeedbacksystem zeigt es dir sofort. Dann heisst es: zurück auf Start; was habe ich da gerade wieder gedacht? OK. Achtsam hinschauen, den Gedanken anschauen, vergeben. Und dann kann man ganz schnell wieder reinwechseln. Und das ist völlig unabhängig vom Außen. Völlig unabhängig von dem, was da geschieht oder auch nicht geschieht, was da gerade so ist oder anders sein sollte, was da gerade angenehm ist oder unangenehm. Es ist das „Ich bin“. Es ist das Bewußtsein, das beobachtet, was hier gerade auf dem Monitor abläuft – diese ganzen Erscheinungen, die mir hier jeden Tag präsentiert werden. Wenn ich in dieser Beobachterrolle bin, verändert sich das, was ich erlebe, weil ich zurücktrete und nicht mehr meine eigene Sicht und Urteile in die Welt projiziere, so dass die Welt sich mir auch anders zeigen kann. Dann begreife ich, dass ich meine eigenen Grenzen gemacht habe; die Grenzen meines Erlebens, die Grenzen dessen, was ich erfahre.

Ich bin jetzt fast am Ende des vierten Jahrs mit dem Kurs. Ich habe jetzt seit zwei Monaten mehr dieses neue Gewahrsein als die alte Wahrnehmung. Vorher wechselte es viel hin und her.  Ich kann mich mehr am Leben freuen, kann die Dinge mehr genießen, weil ich sie jederzeit wieder loslassen kann, weil ich an nichts kleben brauche. Ich merke, dass meine eigene Vorsorge, mein Planen und alles festhalten wollen, auch so ein Hindernis ist.

Es geht auch anders, es geht viel besser, wenn du eine andere Quelle für deine Wahrnehmung wählst. Du hast die Wahl.

Es ist nicht für jeden, aber für diejenigen, die erkannt haben, dass es ihre Wahrnehmung ist, die sie unglücklich gemacht hat und die sagen, da muss es doch einen anderen Weg geben. Und den gibt es! Er fühlt sich wunderbar an. Die Welt ist neu.


Christiane Schenke im September 2020

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