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Die Pflaumbaumlaube

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Mit leichtem Gepäck - Rückschau auf unsere Pfingstradtour

(veröffentlicht am 16.05.2016)

Unsere Fahrräder mit Gepäck vor dem Hotel in Bad Langensalza
Unsere Fahrräder mit Gepäck vor dem Hotel in Bad Langensalza |

Wir sind vorhin glücklich und erholt von unserer alljährlichen Pfingstradtour zurückgekehrt . Dieses Jahr ging es ca. 250 km über den Unstrut- und Saaleradweg.

Das war wieder Luxus pur für mich. Warum?

Wir nehmen uns dazu jedes Jahr einen zusätzlichen Tag frei.

Wir fahren immer zusammen mit einem befreundeten Paar. Unser Freund plant jedes Jahr die Tour inklusive Quartierbuchungen, und immer stellt sich dann in der Praxis heraus, wie super er das gemacht hat.

Wir übernachten in bequemen Pensions- oder Hotelbetten und setzen uns morgens an an einen liebevoll gedeckten, reichhaltigen Frühstückstisch.

Wir kehren unterwegs ein und genießen mit allen Sinnen Essen und Trinken. Für Gedankenaustausch mit unseren beiden Freunden haben wir dabei genug Zeit und wir sind allesamt in guter Stimmung.

Ich spüre an jedem Ort, wie sich die Menschen in der Gastronomie Mühe geben, vor allem in kleinen Familienhotels. Bis spät abends bedienen sie uns im Hotelrestaurant und am Morgen bringen uns dieselben Menschen freundlich bemüht die Kaffeekanne an den Frühstückstisch oder putzen schon wieder im Haus.

Niemals im ganzen Jahr bekomme ich den Kopf so frei wie bei diesen Pfingstradtouren. Warum?

Weil wir den ganzen Tag draußen sind in der neu erwachten, duftend frischen Frühlingsnatur.

Weil wir uns den ganzen Tag bewegen, und das in einer herrlichen Landschaft bei ständig wechselnden Sinneseindrücken.

Weil es nur ein gemeinsames Anliegen gibt, das Ankommen am Tagesziel. Nichts anderes zählt, es gibt keine To-do-Listen und keine Verpflichtungen des Alltags.

Pfingsten

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Der Geist, der uns beflügelt, dessen Symbol die Taube ist. Diese Leichtigkeit spüre ich auf den Radtouren, vor allem wenn ich mich so beschenkt fühlen darf. Warum?

Wir hatten besseres Wetter als vorhergesagt worden war.

Eine Reifenpanne am 2. Tag lief erstaunlich wohlgeordnet ab. Sie ereignete sich nur wenige Kilometer vor dem Tagesziel, und noch dazu direkt vor einer Bahnstation. Ich konnte mit dem kaputten Rad in den Zug steigen, am Zielort aussteigen und vom Bahnhof das Rad zum Hotel tragen, denn auch das lag zufällig direkt am Bahnhof. Unser Freund hat mir dann am Hotel den Reifen repariert. Ich hätte das selbst nicht gekonnt und bin deshalb sehr dankbar dafür.

Mit festem Herzen und leichtem Gepäck durch's Leben gehen

In den Satteltaschen war nur leichtes Gepäck. Nichts Unnützes, aber alles, was man braucht, um diese Radtour genießen zu können. Unter anderem natürlich das Smartphone zum Navigieren, um Fahrkarten für die Anreise zu kaufen und und morgens die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine zu lesen.

Gestern las ich folgenden Bibelspruch: „Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade“. (1. Petrus 2,25). Nicht nur weil es der Einsegnungsspruch meiner Patentante zur Diakonisse war, sondern auch im eigenen Interesse denke ich jetzt, im Anschluß an die Tour, über ihn nach.

Ein festes Herz bedeutet, mich sicher zu fühlen und zu wissen, dass ich meine Werte im Leben gefunden habe. Und das ganz ohne Leistung, sondern ich bekomme das feste Herz durch Gottes Gnade geschenkt. Dieser Spruch macht mir klar, wie leicht es sein kann, wenn ich erkenne, dass meine eigene Leistung hier nicht zählt, sondern lediglich, mit Gottes Gnade zu rechnen und ihn um diese Gnade zu bitten.

Wenn sich zum festen Herz auch noch leichtes Gepäck hinzugesellt, kann der Alltag deutlich leichter werden. Auch hier (wie schon beim festen Herzen) sollen wir nicht auf die eigene Leistung setzen, sondern unsere Grenzen erkennen und mit Gott rechnen.

"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!“
(Matthäus 11,30)

"Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß jeder Tag seine eigene Plage hat."
(Matthäus 6,34)

Und nicht nur abgeben, sondern auf Gott "werfen" sollen wir unsere Sorgen. Ich stelle mir das vor wie einen schweren Medizinball, der zu Boden plumst:

„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch."
(1. Petrus 5,7)

Ich wünsche mir, dass ich erkenne, dass nicht alles von mir, meinem Einsatz und meiner Leistung abhängt. Dass Menschen mit mir gehen, deren Hilfe ich dankbar annehmen darf. Dass ich mich täglich neu von allen Sorgen und Belastungen befreien kann, um mit festem Herz und leichtem Gepäck durch den Alltag zu reisen.


Zum Unstrutradweg gibt es eine gute Website: www.unstrutradweg.de


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