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Die Pflaumbaumlaube

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Blog 'Vom Leben und Arbeiten'

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Die Arbeit ist kein Frosch

(veröffentlicht am 27.04.2016)

Frosch
Frosch | © oleksajewicz fotolia.de

„Der Mensch ist beschäftigt mit der Suche nach seinem Glück, aber sein Glück ist, dass er beschäftigt ist.“ meint der französiche Philosoph Alain. Ist Arbeit also Beschäftigungstherapie mit Glücksfaktor?

Das dies stimmen kann, wird von den Forschungsergebnissen des Glücksforschers Mihály Csíkszentmihályi unterstützt. Er hat herausgefunden, dass Menschen auf Arbeit glücklicher sind als in der Freizeit. Da kann sich sogar ein Glückszustand namens Flow einstellen, nämlich immer dann, wenn man sich einer Aufgabe gewachsen sieht und genau weiß, was man als nächstes tun muss. Dann vergißt man Raum und Zeit. Vielleicht ist man glücklich, weil man sich selbst vergißt. Oder deshalb, weil man sich selbst und seine eigene Kraft spürt.

Auch ich mache meine Arbeit gern, ich liebe sie, weil es genau die Richtige für mich ist. Ich brauche dazu Linkshirn und Rechtshirn, analytisches Denken und Kreativität.

Manches fliegt mir zu, manches fordert Opfer, weil mein Naturell was anderes will, als die Aufgabe erfordert. Manchmal ist sie beglückend, manchmal ist sie nicht mehr lustig. Und manchmal will ich vor Wut in die Tischplatte beißen. Da muss man irgendwohin mit der ganzen Anspannung.

Manchmal empfinde ich sie als schwer, oft sogar als „geistige Knochenarbeit“. Weil sie nicht mit halber Kraft geht, nicht mit halber Konzentration. Sie will alles von mir.

„Es tut so gut, sich zu konzentrieren“ sagt der japanische Modeschöpfer Yōji Yamamoto im Film „Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten“ von Wim Wenders. Also doch Beschäftigungstherapie mit Glücksfaktor.

Zum Glück wächst immer neue Arbeit nach. So wie in dem Liedchen: „Die Arbeit ist kein Frosch, sie hüpft uns nicht davon, sie hüpft, sie hüpft, sie hüpft, sie hüpft, sie hüpft uns nicht davon!“


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