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Die Pflaumbaumlaube

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Blog 'Hinter dem Horizont: Spiritualität'

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Auf dem Weg vom Denken ins Sein

(veröffentlicht am 25.03.2018)

Ich habe seit Jahren viele Infos über Religionen gesammelt und verglichen (dabei interessiert mich aber NUR die spirituelle Erfahrungsebene, nicht die Ebene der Rituale und Dogmen), beschäftige mich seit einem Jahr intensiv mit Eckart Tolles interreligiöser mytischer Weisheitslehre und seit Januar mit der spirituellen Geistesschulung "Ein Kurs in Wundern". Insgesamt gibt es ja verschiedene Wege mit demselben Ziel: Den Frieden zu finden.  Es geht um eine interreligiöse Spiritualität. Es geht um das Verbindende, nicht das Trennende, denn wenn das Trennende betont wird, hat die Religion ihr Ziel verfehlt, weil sie Konflikte statt Frieden schafft.

"Ein Kurs in Wundern" ist ein praktischer Erfahrungsweg, bei dem man lernt, INDEM man jeder Alltagssituation und jedem Menschen vergibt (und dadurch sofort losläßt). Man schaut jeden Menschen und jede Sache so an, wie Gott sie schuf, also ohne jeden Konflikt oder Schuld. Man schaut sozusagen hinter die Dualität (gut-schlecht, lieb-böse, schuldig-unschuldig) etc. Dann straht man selbst nur noch Frieden und die Freude des Seins aus und sieht in jedem seinen Bruder. Dies verändert die Umwelt, da dies von anderen Menschen wahrgenommen wird, weil der Kurs davon ausgeht, dass wir alle spiritueller Geist sind und dass Geister miteinander verbunden sind. Der Kurs entfaltet seine Wirkung, indem ich das praktiziere (man lernt durch Wahrnehmen und Vergeben - was auch als Berichtigen bezeichnet wird). Ich bin darauf gespannt, welche Erfahrungen ich damit machen werde, weil ich als Hochsensible in den letzen Jahren eher eingeübt habe "Grenz dich ab. Das geht dich nichts an. Jeder kann sein wie er will. Ich kann ihn eh nicht ändern. Konzentriere dich nur auf dich selbst.". Ich erkenne jetzt, dass sich hier mein hochsensibles Ego abgegrenzt hat, um sich zu schützen. Aber welche Botschaft steckt dahinter, wenn ich ehrlich bin? Das ist die Botschaft "Ich bin verletzlich.". Und mit dieser Botschaft schadet man sich selbst und bestärkt sein Ego.

Wenn ich anderen über Spiritualität erzählen möchte, ist das nicht ganz einfach. Verwirrend ist zum Beispiel, dass Begriffe verwendet werden, die in der Psychologie was anderes bedeuten, zum Beispiel das Wort "Ego". In der Psychologie ist ein gesundes Ego etwas Wünschenswertes, was ein Patient erlernen soll. In der Spiritualität ist Ego das selbstgeschaffene Ich, geschaffen aus meinen Gedanken, von dem ich meine, dass ICH das bin. Das Ego ist begrenzt und grenzt sich ab (Ich und der Andere). Und erschafft daraus resultieren Rollen, die man spielt. Das Ego definiert sich über die Gedanken, die ich über mich denke. Das Problem sind nicht meine Gedanken, sondern wenn ich mich mit ihnen IDENTIFIZIERE und sie für das halte, was ich bin. Das Ego lebt von Trennung, Angriff und Verteidigung sowie aus Angst vor der Vernichtung.

Das Ziel ist, dieses Ego nicht länger zu stärken, sondern ihm die Macht zu nehmen, indem ich erkenne, wer ich WIRKLICH bin. Denn hinter all den Ego-geschaffenen Konflikten ist Stille, Friede, die Freude des Seins und Liebe verborgen. Dies kann man auch Gott nennen. Das meine ich, wenn ich sage: Ich bin auf dem Weg vom Denken ins Sein.


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